100 Jahre Bauverein Kettwig

Ein stattliches Alter: Der Bauverein Kettwig ist 100

Ein Hoch auf den Bauverein Kettwig – mit den Gastgebern (v.l.) Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Hollender und Geschäftsführer Jochen Kraft.

Ein Hoch auf den Bauverein Kettwig – mit den Gastgebern (v.l.) Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Hollender und Geschäftsführer Jochen Kraft.

Foto: STEFAN AREND

Essen-Kettwig.   Im Bürgerzentrum Alter Bahnhof feierte der Bauverein Kettwig seinen 100. Geburtstag. Die Genossenschaft ist größter Wohnungsgeber im Stadtteil.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wie ein roter Faden zog sich das Thema Gemeinschaft und das Erinnern an den Genossenschaftsgedanken durch eine besondere Geburtstagsfeier. Am vergangenen Mittwoch vor genau 100 Jahren wurde der Bauverein Kettwig gegründet. Gefeiert wurde dieser Tag im Alten Bahnhof Kettwig.

Das Schulorchester des Theodor-Heuss-Gymnasiums spielte auf der Bühne des Bürgerzentrums, und Essens 1. Bürgermeister Rudolf Jelinek zog dann auch gleich eine Parallele: „Auch der Erhalt des Alten Bahnhofs ist engagierten Menschen zu verdanken – so engagierten Menschen wie beim Bauverein Kettwig.“

1500 Mitglieder und 600 Wohnungen

Der hat derzeit rund 1500 Mitglieder, mehr als 600 Wohnungen im Bestand und ist damit der größte Vermieter im Stadtteil. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt im Essener Süden ist seit vielen Jahren extrem angespannt, bezahlbarer Wohnraum kaum zu bekommen. Bauverein Geschäftsführer Jochen Kraft: „Wir sind in diesem Bereich ein wichtiges Regulativ. Unsere Quadratmeterpreise liegen im Altbestand weit unter dem Mietspiegel. Bei Neuvermietungen, nach aufwändigen Renovierungen, ist das für uns auch immer der Maßstab, die Obergrenze.“

Ein wichtiger Aspekt für Rudolf Jelinek, denn „jeder sollte in dem Stadtteil leben können, in dem er gern leben möchte. Und das muss auch bezahlbar bleiben. Aber da beim Bauverein die Gemeinschaft groß geschrieben wird, und man sich um die wechselnden Anforderungen des Immobilienmarktes kümmert, bin ich um die Zukunft der Genossenschaft nicht bange.“

Zufriedenheit der Mitglieder ist das Ziel

An die Gründungsväter des Bauvereins erinnerte Wolfgang Hollender, Vorsitzender des Aufsichtsrates. An die 70 Männer, vorwiegend Eisenbahner, die „Selbsthilfe und Selbstverantwortung in den Mittelpunkt stellten“. Noch heute seien „die Mitglieder und deren Zufriedenheit Ziel unseres Handelns.“

Gut vernetzt ist der Bauverein im Stadtteil. Ein Thema, das Jochen Kraft immer wieder forciert. So auch durch den „Treffpunkt“ der Genossenschaft, der von Mietern für Feiern genutzt werden kann, in dem aber auch organisierte Veranstaltungen stattfinden.

Kita Mintarder Weg ist Kooperationspartner

Einer der neuen Kooperationspartner des Bauvereins ist die städtische Kita Mintarder Weg. Eine kleine Delegation gab am Mittwoch im Alten Bahnhof ein Geburtstagsständchen. Noch wichtiger: Regelmäßig sind Kita-Kinder und Senioren gemeinsam zu Gast im „Treffpunkt“ – Jung trifft Alt.

Und der Bauverein der Zukunft? Jochen Kraft: „Wir werden weiterhin dafür sorgen, dass unsere Wohnungen in einem zeitgemäßen Zustand sind. Pro Jahr geben wir dafür eine Million Euro aus. Und wir tragen dem demografischen Wandel Rechnung, wollen Wohnungen im Erdgeschoss barrierefrei gestalten.“ Thema Gemeinschaft: „Und es wäre schön, wenn es noch mehr Nachbarschaftsfeste gäbe.“

Eine Spende vom „Geburtstagskind“

Jeweils 1000 Euro überreichte Bauverein-Geschäftsführer
Jochen Kraft im Rahmen des Empfangs an die Vertreter zweier gemeinnütziger Vereine. Den Zuschuss nahmen Peter Plaß für die ehrenamtliche Arbeit des Vereins Förderturm Essen (foerderturm.de) und Vorsitzender Thomas Lenk für den Freundeskreis „Kettwig für Kinder“ (freundeskreis-kettwig.ruhr) entgegen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik