Jugendfeuerwehr Kettwig

Die Jugendfeuerwehr Kettwig ist seit 25 Jahren im Einsatz

Elias Gnoth, Gruppensprecher der Jugendfeuerwehr Kettwig, und Sascha Stein, der stellvertretende Jugendgruppenleiter.

Foto: Uwe Möller

Elias Gnoth, Gruppensprecher der Jugendfeuerwehr Kettwig, und Sascha Stein, der stellvertretende Jugendgruppenleiter. Foto: Uwe Möller

essen-Kettwig.  Ein starkes Team ist die Jugendfeuerwehr Kettwig. Vor 25 Jahren wurde sie gegründet. Rund 75 Prozent wechseln später zur Freiwilligen Feuerwehr.

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Hilfe leisten. Etwa bei Bränden, bei Unfällen. Das ist die Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr. In der Kettwiger Jugendabteilung wird seit 1992 der Nachwuchs behutsam an diese großen Aufgaben herangeführt.

Ende November feierte die Jugendfeuerwehr Kettwig ihr 25-jähriges Bestehen. Seit Anfang 2008 ist Markus Stein der Jugendgruppenleiter. Er folgte auf Hans-Peter Kante und Dirk Petermann. Stellvertreter ist sein Sohn Sascha, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Sascha Stein rechnet nach: „Mit zehn Jahren bin ich dazu gestoßen. Im Januar werde ich 34. Dann habe ich 2019 25-Jähriges? Wahnsinn.“

Wissen spielerisch vermitteln

Neben ihm sitzt der 15-jährige Elias Gnoth. Dessen Vater war selbst Jugendfeuerwehrwart in der Nähe von Darmstadt. Also rutschte Elias einfach so rein. Seit Mai 2014 dabei, ist er in Kettwig Gruppensprecher. Sascha Stein: „Elias ist der Typ, der immer hilft.“

Die Gruppenabende der Jugendfeuerwehr sind an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat ab 17.30 Uhr an der Schulstraße. Bei diesen Treffen wird im Lehrsaal der Wache spielerisch Wissen vermittelt: Wieso brennt etwas? Was kann man dagegen unternehmen? Auch wird in Erste Hilfe geschult. Gerade in den Sommermonaten geht es raus, in Gewerbegebiete, an die Ruhr, in den Wald. Überall dorthin, wo Platz ist und die Gruppe ungestört üben kann. Für 2018 wird ein Versuchsballon gestartet, sagt Stein: „Wir werden uns ab sofort auch in den Oster- und Sommerferien treffen.“

Alle Jugendlichen sind versichert

Bei den Übungen wird Wert darauf gelegt, dass die Schutzausrüstung getragen und die Unfallverhütungsvorschriften eingehalten werden. Bei der Dienstbekleidung dürfen Helm, Handschuhe und Stiefel mit Stahlkappe nicht fehlen. Natürlich sind die Jugendlichen versichert. Bei der Unfallkasse NRW.

Auch das gemeinsame Erleben kommt nicht zu kurz. Die jährliche Herbstfreizeit mit den Freunden aus Werden ist immer ein Höhepunkt. Diesmal ging es in den Schwarzwald, in die abgelegene Bernhardshütte.

Keine Nachwuchsprobleme

Bei der „Erlebniswelt Feuerwehr“ an der Schulstraße werden Elias und seine Mitstreiter als Helfer eingesetzt, sie sind beim Tag der offenen Tür in vor der Brücke und beim Martinszug des Kindergarten St. Matthias dabei. Zwischendurch musste Elias allerdings ein halbes Jahr aussetzen, hatte sich den Knöchel gebrochen – beim Joggen. Ganz blöde Geschichte, er mag sie eigentlich gar nicht erzählen. Das Gespräch ist beendet, Elias Gnoth schwingt sich auf sein Fahrrad und strampelt davon.

Sascha Stein legt den Telefonhörer zur Seite, die bessere Hälfte hatte angerufen. Seine Rebecca kennt er schon seit Kindertagen, nun hat es gefunkt. Übrigens, der Schwiegervater in spe ist in Kettwig nicht unbekannt: Löschzugführer und Brandoberinspektor Klaus Stichel. Was sagt Sascha Stein? „Ich hätte es nicht besser treffen können.“

Bei den Wehren in Kettwig gibt es übrigens keine Nachwuchsprobleme. Sascha Stein: „Rund 75 Prozent unserer Jugendlichen wechseln später zur Freiwilligen Feuerwehr.“ Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 17 Jahren können aufgenommen werden, wenn sie in Kettwig wohnen.

Mädchen? In der Tat, bei der Freiwilligen Feuerwehr wurden jetzt zwei Frauen aufgenommen, auch die Tür der Jugendfeuerwehr steht da offen: „Warum nicht? Aber bisher hat sich noch kein Mädchen bei uns vorgestellt.“

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