Nachruf auf Arnim Schmidt

Der Werdener Architekt und Visionär Arnim Schmidt ist tot

Noch vor wenigen Monaten stellte Arnim Schmidt seine Pläne für das Werdener Löwental vor.

Foto: Carsten Klein

Noch vor wenigen Monaten stellte Arnim Schmidt seine Pläne für das Werdener Löwental vor. Foto: Carsten Klein

essen-Werden.   Der Werdener Architekt Arnim Schmidt ist tot – er starb am Freitag im Alter von nur 64 Jahren an Herzversagen.

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Der Werdener Arnim Schmidt ist tot – er starb am Freitag im Alter von nur 64 Jahren an Herzversagen. Die Ärzte hatten über drei Stunden alles unternommen, um ihn zu retten. Doch es reichte nicht.

Über 25 Jahre lang hatte Arnim Schmidt das Szenelokal Löwntal betrieben und besonders in den 1980er Jahren die Gastronomieszene weit über Werdens Grenzen hinaus geprägt. Ehemalige Gäste und Freunde dürften sich bei dem Namen Arnim Schmidt nicht nur an rauschende Partys erinnern, sondern auch an einen ehrlichen Kumpeltyp, der seine Meinung nie zurückhielt.

Er konnte seine Mitmenschen begeistern

Besonders über Politik ließ sich mit ihm bei einem Gläschen Weißwein auch mal bis spät in den Abend diskutieren. „Ein unbelehrbarer Dickkopf, der seine Mitmenschen bewegen und begeistern wollte und das oft schaffte“, so beschreibt Lucca Ratz seinen Vater.

Arnim Schmidts Tod kam unerwartet. Bis zuletzt war er privat und beruflich viel unterwegs, stand voll im Leben, arbeitete erfolgreich als Architekt und Raumplaner. Als freiberuflicher Bauherr begleitete er unter anderem den Bau der Thyssen-Krupp-Zentrale und bewegte kürzlich noch mit seiner Vision eines Hotels im Löwental die Gemüter.

Seebestattung im engsten Familienkreis

Sein Architekturbüro führte er mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin Marianne Ratz, mit der er zwei Kinder hat, Sohn Lucca (31) und Tochter Lina (27). Vor drei Monaten wurde Schmidt stolzer Opa.

Zuletzt wohnte er auf dem Campingplatz im Löwental. Bezeichnend für ihn. „Arnim war sehr bescheiden, ihm waren Menschen immer wichtiger als materielle Dinge. Wenn er früher zu Besuch in Hamburg war, ging er lieber mit mir auf Studentenpartys und stand am Kicker, als dass er irgendwo schick essen ging“, erinnert sich sein Sohn.

Zwei Jahre hätte er noch gearbeitet, wollte danach mehr Zeit mit der Familie verbringen, plante einen Umzug zu seinem Sohn nach Hamburg. Außerdem wollte sich der leidenschaftliche Segler bald ein Boot kaufen. Nun wird seine letzte Reise über das Meer gehen: Die Beisetzung wird im engsten Familienkreis auf hoher See in der Ostsee erfolgen.

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