Rückblick

Das waren die Ereignisse 2019 in Kettwig und Werden Land

Zum Lachen oder Weinen? Die Holz-Aussichtsplattform auf der Brehminsel wurde vom Bund der Steuerzahler als Beispiel für Verschwendung der Steuergelder gerügt.

Zum Lachen oder Weinen? Die Holz-Aussichtsplattform auf der Brehminsel wurde vom Bund der Steuerzahler als Beispiel für Verschwendung der Steuergelder gerügt.

Foto: Carsten Klein

Essener Süden.  Viele Aufreger-Themen waren dabei – und etliche davon werden die Menschen auch 2020 weiter beschäftigen. Die wichtigsten Ereignisse in Kürze.

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Das Jahr 2019 geht zu Ende. Zeit, um auf die wichtigsten Ereignisse in Kettwig und Werden Land zu schauen. Viele Aufreger-Themen waren dabei – und etliche werden die Menschen auch im nächsten Jahr weiter beschäftigen. Andere Projekte sind fertig gestellt oder gerade erst gestartet worden. Geschäfte haben geschlossen, Traditionen enden. Hier der Überblick (ohne Gewähr auf Vollständigkeit).

Januar

„Hund reißt Kitz im Landsberger Wald“ lautet die schockierende Meldung. Die Kreisjägerschaft macht dringend auf die Anleinpflicht für Hunde aufmerksam. – Eine Niederlage erlebt die IG Ickten: Die Stadt lehnt ihre Kaufanfrage für das Grundstück der ehemaligen Tennisplätze ab. Die Bürger wollen weiter gegen eine Bebauung des Icktener Bachtals kämpfen. – Die „Grüne Harfe“ in Heidhausen ist ein buntes Wohnbauprojekt. 60 Häuser stehen bereits auf dem Areal. 2020 werden zwei Mehrfamilienhäuser fertig.

Februar

Der FSV Kettwig nimmt Abschied von der Ruhrarena. Das Vereinshaus wird saniert. Anschließend ziehen dort die Assindia Cardinals ein. – Die Polizeistation in Werden ist umgezogen: Sie hat ihre Dienststelle im Rathaus. – Es schließt der Pelz- und Kunsthandel Welmer in der Abteistraße. – Abgeschlossen ist die Renovierung der Decke in der Kettwiger Ev. Kirche. In die Finanzierung flossen 40.000 Euro an Spenden.

März

Ohne Zwischenfälle verläuft der 41. Bollerwagenumzug in Werden; nur es regnet. – Im Kettwiger SPD-Ortsverein dagegen rumpelt es kräftig: Grund ist die Kandidatur von mehreren Mitgliedern für den Stadtrat. – Eine Kettwigerin rettet einen todkranken Kater und nennt ihn Cat Carlo. – David Gabra ist neuer Pfarrer in Kettwig. – Der Felshang an der Laupendahler Landstraße muss wegen Steinschlaggefahr gesichert werden. -- Der Werdener Werbering hat mit Benjamin Neubert einen neuen Vorsitzenden. – Vandalismus bleibt in Kettwig ein Thema. – Der Kettwiger Student Marc Real will die Mundarten retten.

April

Die Schatzkammer Werden hat mit finanzieller Unterstützung des Landes der Klosterbibliothek zu neuem Glanz verholfen: 2500 Bücher können nun der Öffentlichkeit präsentiert werden. – Kettwigs Cat Carlo hat ein neues Zuhause gefunden und auch eine Augen-OP überstanden. Für seine vielen Fans gibt es inzwischen eine eigene Facebook-Seite. – Die Postbank schließt ihre Kettwiger Filiale. – Der Zoff in der Kettwiger SPD hält weiter an. – Der Heimat- und Verkehrsverein Kettwig sagt die 22. Auflage der Kulinarischen Meile ab: Die Gastronomen sehen für die Veranstaltung keine Zukunft.

Mai

Der Werdener Werbering organisiert erstmals eine Modenschau im Haus Fuhr, 30 Einzelhändler und Gastronomen beteiligen sich. – Aktiv für den Bienenschutz sind die Betreiber des Kettwiger Hessenhofs: Bürger können spenden und so Teil des Projektes werden. – Die Jugendabteilung des Freiwilligen Feuerwehr Werden/Heidhausen besteht seit 25 Jahren. – Eine Arbeitsgruppe stellt ein Gesamtkonzept fürs Löwental (Kita und Hotel) vor und hat sogar einen Investor an der Hand. – Der Maßnahmenkatalog für die Umgestaltung des Kettwiger Rathausplatzes geht an die Verwaltung. – Eine Machbarkeitsstudie rät zum Abriss der Schule an der Ruhr am Mintarder Weg. – WDR-Moderatorin Steffi Neu rockt die Domstuben.

Juni

Kett-In startet mit dem Feierabend-Treff auf dem Rathausplatz. Die Veranstaltung wird ein Erfolg. – Die Klangspur Kettwig feiert zehnjähriges Bestehen und begeistert erneut das Publikum. – Die Kettwiger Pfarrerin Silke Althaus wird Skriba des Kirchenkreises. – Die Verwaltung will eine Kita im Löwental, die Bezirksvertretung und viele Werdener Bürger hingegen halten die Kombination von Hotel und Kita weiterhin für machbar.

Juli

Einen Impuls für den Erhalt des Gebäudes Bögelsknappen 1 gibt der Heimat- und Verkehrsverein Kettwig mit einer Broschüre über das historische Gebäude. Die Villa Ruhnau war zu Jahresbeginn an einen privaten Investor verkauft worden. – Der Tennisclub Am Volkswald feiert 60-jähriges Bestehen. – Der Adressbuch-Verlag Beleke zieht nach Werden. – Eine Baustelle für eine Bushaltestelle auf der Ringstraße wird eingerichtet und sorgt bis zum Herbst für lange Staus auf den Zufahrtsstraßen in Kettwig.

August

Der Förderkreis der Stadtteilbücherei Kettwig überwirft sich mit seinem Schatzmeister und stellt Strafanzeige wegen Unterschlagung. – Die Zirkuswoche „Kettino“ geht ins 20. Jahr. – Das Brunnenfest von Kett-In ist erneut ein Publikumsmagnet. – Bezirksbürgermeister Michael Bonmann wird für seine in einem Interview geäußerte Gesprächsbereitschaft gegenüber der AfD heftig von allen politischen Seiten kritisiert.

September

Die Werdener feiern das Apfelfest; es gibt sogar ein Kochbuch aus diesem Anlass, in dem Werdener ihre Lieblingsrezepte verraten. – Bei den Kettwichten heißt es im 44. Programm „Lachen am Limit“. – Das „Pamis“ geht bzw. bleibt die Gastronomie im Alten Bahnhof Kettwig: Da gibt es ein Hin und Her innerhalb weniger Wochen. – Auf das Apfelfest folgt „Herbstliches Werden“; hier stellt der Werdener Werbering erstmals Souvenirs aus dem Abteistädtchen vor. – Der Neubau des Petershofs schreitet voran.

Oktober

Die Anlieger des Bögelsknappen sammeln Unterschriften für den Erhalt der Villa Ruhnau. – Die „Entenjagd“ mit einem „bösen Wolf“ beim internationalen Herbstcup läuft ohne Störungen ab, obwohl die Tierschutzpartei zuvor den veranstaltenden Lions-Club kritisiert hatte. – Parents for Future protestieren gegen die Fällung einer Hainbuche an einem Spielplatz in Werden. – Landwirte demonstrieren in Bonn: Ihre Sternfahrt beginnt in Kettwig. – Auf der Werdener Brehminsel beginnt Roger Löcherbach eine neue Holzskulptur zu formen.

November

OB Thomas Kufen kommt zum Bürgerdialog nach Kettwig und bekommt Gegenwind zu spüren. U.a. beklagen die Bürger, dass das Icktener Bachtal bebaut werden soll und der Ruhrtalradweg falsch geplant wurde. – Pater Gabriel verlässt die Kamillusgemeinde. – Missbrauchsfälle aus den 70er Jahren schockieren die Gemeinde St. Peter. – Der Heidhauser Platz wird umgestaltet. – Die Kunstauktion „Kunst für Kettwig“ im Alten Bahnhof erbringt 7000 Euro. – Cat Carlos Geschichte gibt es als Buch. – Bezirksbürgermeister Bonmann gibt sein Amt ab.

Dezember

Die IG Ickten appelliert letztmalig an den Stadtrat, den Flächennutzungsplan für das Icktener Bschtal nicht zu ändern. Vergebens. Dere Weg für eine Bebauung ist nun geebnet. – Der Felshang im Löwental wird durch aufwändige Maßnahmen gesichert. – Kurz vor Jahresende unterzeichnen die Pfarrei St. Ludgerus und das Franz-Sales-Haus eine Absichtserklärung für den Weiterbetrieb der Werdener Domstuben. Zunächst soll allerdings das Haus saniert werden.

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