Kirche

Bistum fragt Jugendliche zur Zukunft der Kirche St. Altfrid

Die Jugendbildungsstätte St. Altfrid an der Charlottenhofstraße in Essen-Kettwig ist ein beliebter Tagungsort für Schulklassen und Jugendgruppen.

Die Jugendbildungsstätte St. Altfrid an der Charlottenhofstraße in Essen-Kettwig ist ein beliebter Tagungsort für Schulklassen und Jugendgruppen.

Foto: Hans Blossey

Essen-Kettwig.  Die Zukunft der Kirche St. Altfrid wird diskutiert. Im Sakralbau sind Sanierungen notwendig, aber das Bistum hat wenig Geld.

Das Jugendhaus St. Altfrid ist beliebt. An der Grenze zwischen Essen-Kettwig und Heiligenhaus-Isenbügel an der Charlottenhofstraße gelegen bietet die Tagungseinrichtung nicht nur Kindern und Jugendlichen, sondern für Besuchergruppen jeden Alters Raum zu gemeinsamen Erlebnissen und Rekreation.

Der 1958 errichtete Gebäudekomplex mit Bettenhäusern, Kirche und verschiedenen Sälen wurde Anfang der 2000er Jahre saniert, 2005 entstand außerdem ein Tagungshaus, das 2014 renoviert wurde. Nicht erneuert wurde aber der Kirchenraum, in dem jeden Sonntag um 11.30 Uhr eine Eucharistiefeier stattfindet. Die Gottesdienste sind offen für alle und ziehen schon seit vielen Jahren zahlreiche junge und jung gebliebene Menschen an.

Wie soll der sakrale Raum gestaltet werden?

Um die Zukunft dieses Sakralgebäudes, Kirche und Kapelle, geht es in einer Befragung, die das Bistum Essen derzeit durchführt. „Beide Räume werden von vielen Gästen, Gläubigen und Wandernden gern genutzt: für stille Momente, für Impulse während eines Kurses, für Gebete und Gottesdienste“, schreibt Generalvikar Klaus Pfeffer. „Wir sind überzeugt: ein christliches Jugendhaus braucht einen sakralen Raum.“

Doch wie dieser Raum in Zukunft beschaffen sein soll, ob er groß oder klein sein soll, das werde momentan in einem Positionierungsprozess an verschiedenen Stellen mit allen, die mit St. Altfrid

verbunden sind, diskutiert, führt der Generalvikar aus.

Kirche ist zunehmend sanierungsbedürftig

„Das Jugendhaus St. Altfrid hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Wir haben viel investiert, um diese für unser Bistum so wichtige Einrichtung up to date zu halten.“ Nun stehe das Bistum vor der wichtigen Frage: Was soll auf die Dauer aus der Kirche des Jugendhauses werden, die zunehmend sanierungsbedürftig werde? Weil es hier um einen erheblichen Investitionsbedarf gehe, stünden schwierige Entscheidungen an.

„Darum habe ich die Verantwortlichen für die Jugendpastoral in unserem Bistum darum gebeten, einen offenen Diskussionsprozess anzustoßen, der in ein empfehlendes Votum münden soll“, erläutert Pfeffer.

Finanzielle Möglichkeiten des Bistums sind begrenzt

Die Fragestellung sei dabei sehr umfassend: Wie wichtig und bedeutsam ist eigentlich ein sakraler Raum für das Jugendhaus? Braucht es ihn überhaupt? Und wenn ja, wie sollte er aussehen? Welche Qualitäten sind wichtig, welche weniger? „Die Debatte darüber ist auch deshalb so bedeutsam, weil die finanziellen Möglichkeiten unseres Bistums begrenzt sind und wir in allen Bereichen unseres Bistums unter erheblichem Kostendruck stehen.“

Neben verschiedenen Veranstaltungen gibt es eine Online-Umfrage, an der sich die jungen Besucher und Gäste von St. Altfrid beteiligen können. Weitere Infos gibt es auf www.jugend-im-bistum-essen.de.

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