Kettwig on stage

Benefizkonzert für Kettwigs neue Skulpturen

Die Konzertreihe „Kettwig on stage“ gastierte dieses Mal in der Evangelischen Kirche am Markt. Mit dabei war auch das Orchester des Theodor-Heuss-Gymnasiums.

Foto: STEFAN AREND

Die Konzertreihe „Kettwig on stage“ gastierte dieses Mal in der Evangelischen Kirche am Markt. Mit dabei war auch das Orchester des Theodor-Heuss-Gymnasiums.

essen-Kettwig.   100 000 Euro sollen sie kosten und den Skulpturenpark des Heimat- und Verkehrsvereins erweitern: die Skulpturen „Fisch vermählt“ und „Das Tuch“.

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Die Bänke in der Evangelischen Kirche am Markt waren am Samstagabend um 19 Uhr schon gut gefüllt. Gespanntes Warten auf den Beginn der zweiten HVV-Benefizveranstaltung „Kettwig on Stage“. Um Punkt 19.19 Uhr griff Moderator Peter Marx zum Mikrofon und sorgte für den ersten Lacher: „Die Kettwiger sind ja alle lieb und nett, aber pünktlich sind sie nicht. Da wir um 19.30 Uhr beginnen wollten, haben wir mal für 19.19 Uhr eingeladen.“

Es folgten drei kurzweilige Stunden mit klassischer Musik von Kettwiger Künstlern – und dazu noch ein ansehnliches Spendenergebnis: 2000 Euro für die Erweiterung des Skulpturenparks.

So schön kann Blockflöte klingen

Die jungen Künstler der Musikschule Kettwig, allesamt Preisträger bei „Jugend musiziert“, legten die Messlatte gleich zu Beginn hoch. Mit neun und zehn Jahren gehörten Luca Zocher und Tim Cebotaru zu den jüngsten Musikern an diesem Abend. Von ihrer anfänglichen Aufregung war nichts mehr zu spüren, als sie vor dem Klavier Platz nahmen. Gemeinsam stellten sie von Anton Arensky das Stück „Märchen“ vor und sorgten mit ihrem Klavierduo für den ersten Gänsehautmoment.

Auch Emma Xander und Sarah Baum verzauberten mit ihren Querflöten das Publikum. Bei Rachel Gnoth, die eine Melodie mit Variationen auf ihrer Blockflöte vorstellte, freute sich Peter Marx: „So schön kann Blockflöte klingen, wenn man es kann.“

Publikum swingte und klatschte

Das Orchester des Theodor-Heuss-Gymnasiums spannte einen Bogen von Barockmusik über Jazz bis zur Filmmusik. Mit „Joshua fit the battle of Jericho“ brachten die jungen Musiker das Publikum zum Swingen und Klatschen.

Für literarische Zwischentöne sorgte Autor Walter Wehner, der zehn Kurzgeschichten zum Thema Ruhrgebiet präsentierte. Und er bediente auch Klischees. Ein Beispiel? „Essen ist in Norden und Süden aufgeteilt. Wir haben immer gesagt, im Norden wird das Geld verdient, das die Leute im Süden dann ausgeben“.

Von den jungen Künstlern ganz begeistert

Nach kurzer Pause mit Wein und Brezeln ging es mit dem Kettwiger Bach-Ensemble weiter, das Werke von Mozart und Fauré vorstellte. Anschließend spielte Ensemble-Leiter und Organist Wolfgang Kläsener aus Camille Saint-Saens’ „Karneval der Tiere“, und die stimmgewaltige Altistin Julia Husmann interpretierte mit Gitarrist Carsten Linck Lieder von Schubert und Brahms.

Eine Stimme zur Veranstaltung: „Der Abend war großartig. Ich bin vor allem von den jungen Künstlern ganz begeistert“, lautet das Fazit des Kettwigers Gunter Hansen.

Nächste Veranstaltung im Herbst

Der nächste „Kettwig on Stage“-Abend sei für Herbst geplant, verriet Moderator Peter Marx. „Wir haben im Stadtteil so viele tolle Künstler. Da sind ganz unterschiedliche Themenabende möglich. Vielleicht auch mal ein literarischer Abend mit Poetry Slam“, verspricht Marx.

100 000 Euro für „Fisch vermählt“ und „Das Tuch“

Nach zehn Jahren Pause soll der Skulpturenpark neue Impulse bekommen, weiter wachsen.

„Fisch vermählt“ nennen Miriam Giessler und Hubert Sandmann ihre Skulptur – einen blau leuchtenden Kubus, auf dem zwei nach oben strebende Fische einen goldenen Ring tragen. Die Skulptur Nummer zwei: Norbert Pielstickers vier Meter hohe Metallarbeit „Das Tuch“.

Alle Infos zu den „zwei Neuen“ unter

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