Bauverein Kettwig

Bauverein Kettwig saniert Wohnungen an exponierter Stelle

Saniert werden die Bauverein-Häuser Corneliusstraße 14-18 und Kirchfeldstraße 14a.

Foto: STEFAN AREND

Saniert werden die Bauverein-Häuser Corneliusstraße 14-18 und Kirchfeldstraße 14a.

essen-Kettwig.   21 Parteien leben in den Häusern Corneliusstraße 14-18 und Kirchfeldstraße 14a – an exponierter Stelle. Ab April werden die Gebäude saniert.

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Wer durch die Schulstraße oder die Kirchfeldstraße Kettwigs Altstadt verlässt, kommt an den Bauverein-Häusern vorbei, die in Kürze umfangreich saniert werden. Anfang April werden die Arbeiten beginnen – Ende Oktober sollen sie voraussichtlich abgeschlossen sein.

Der Bauverein Kettwig, der derzeit größte private Vermieter im Stadtteil, macht in Sachen Erneuerung des Bestands zügig weiter. 21 Parteien leben in den Häusern Corneliusstraße 14-18 und Kirchfeldstraße 14a. Viele sind zur Mieterversammlung gekommen und teilen an diesem Abend sicherlich die Meinung von Bauverein-Geschäftsführer Jochen Kraft, der „vom morbiden Charme der 50er Jahre spricht“.

Der erste Eindruck ist entscheidend

Im Klartext heißt das: Die ehemaligen Scheidtschen Werkswohnungen, in exponierter Lage nahe der Altstadt, können nicht nur einen Eimer Farbe gebrauchen. Das Dach ist bereits gemacht, die Wohnungen bekommen neue Balkone und neue Fenster, alle Häuser eine Isolierung, die Keller werden trockengelegt. „Werterhaltung, Wertverbesserung und Energieeinsparung sind schon seit Jahren unser Thema. Wir müssen uns auf dem umkämpften Markt bewähren. Da ist der erste Eindruck entscheidend. Und dabei gehen wir finanziell jedes Jahr an die Schmerzgrenze“, sagt Jochen Kraft. „Im Schnitt investieren wir 1,3 Millionen Euro pro Jahr. Wir bilden natürlich die gesetzlich vorgeschriebenen Rücklagen, aber wir hauen immer raus, was wir raushauen können.“

Und das wird auch im Jubiläumsjahr – der Bauverein Kettwig feiert 2018 sein 100-Jähriges (siehe Infokasten) – nicht anders sein. Der derzeitige Bestand: 609 Wohnungen in 147 Häusern – insgesamt rund 35 000 Quadratmeter Wohnfläche. „Wir renovieren seit 15 Jahren, und knapp die Hälfte ist mittlerweile saniert“, sagt Jochen Kraft. „Wir haben fast nur langjährige, treue Mieter, die wirklich über Jahrzehnte in ihren Wohnungen bleiben. Aber wenn solch eine Wohnung dann frei wird, fallen immer circa 25 000 Euro an, um zu modernisieren.“

Die Miete wird erst ab 2020 erhöht

So wurden seit 2009 insgesamt 252 Wohnungen saniert und 80 Bäder auf einen barrierearmen Zustand hin erneuert. Allein 2016 waren 57 Wohnungen nach Mieterwechsel saniert worden, 2017 waren es 60 Wohnungen.

Weil die Bauverein-Mieter in den Objekten Cornelius- und Kirchfeldstraße während der Arbeiten mit Einschränkungen rechnen müssen, zahlen sie ab Mai 20 Prozent weniger Miete. Und erhöht wird auch erst im April 2020 – um 1,50 Euro pro Quadratmeter. Jochen Kraft: „Wir wollen das so verträglich wie möglich machen. Wir liegen oftmals eh unter dem ortsüblichen Mietspiegel.“

Der 10. Oktober 1918 ist das Gründungsdatum des Bauvereins Kettwig und genau 100 Jahre später, am 10. Oktober 2018, findet die offizielle Jubiläumsfeier der Genossenschaft statt – im Alten Bahnhof Kettwig. Und am 19. Oktober steht dann die große Familienfeier an.

Alle weiteren Informationen, auch zur Geschichte, gibt’s auf der Homepage unter bauverein-kettwig.de.

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