Straße Kathagen

Anwohner in Heidhausen verärgert über Straßensperrung

Die Sackgasse Kathagen ist für den Anliegerverkehr komplett gesperrt.

Die Sackgasse Kathagen ist für den Anliegerverkehr komplett gesperrt.

Foto: Carsten Klein

essen-Heidhausen.   Sechs Wochen lang ist die Sackgasse Kathagen in Heidhausen an Werktagen tagsüber für den Anliegerverkehr gesperrt. Das sorgt für Ärger.

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Die Straße Kathagen ist komplett gesperrt – und das für sechs lange Wochen. Der Grund: Auf dem angrenzenden Gelände des ehemaligen Autohauses Lelgemann werden Wohnungen gebaut. Das Problem: Wegen der dafür notwendigen Kanalbauarbeiten muss die Straße dicht gemacht werden. Und erst kurz vor Ostern wurden die Anwohner schriftlich über die anstehende Maßnahme informiert.

Ingo Brüßler wohnt in dieser Straße in Heidhausen: „In dem Schreiben stand, dass wir bald nicht mehr zu unseren Häusern fahren dürfen. Wie soll das funktionieren?“

Anliegerverkehr außerhalb der Sperrzeiten

Der ursprüngliche Plan: Von montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 16 Uhr sollten keine Autos in die Sackgasse fahren dürfen – Ausnahmen würden lediglich für die Müllabfuhr und eventuelle Rettungstransporte gemacht. Der reguläre Anliegerverkehr solle außerhalb der Sperrzeiten durchgeführt werden. Ingo Brüßler: „Aber wo sollen wir dann parken? An der B224 auf jeden Fall nicht, denn dort ist kein Platz.“

Verständnis sei grundsätzlich da: Für den Neubau und den Bau der Tiefgarage muss nun mal das Baufeld geräumt sein, der Abwasserkanal verlief bisher unter dem Gelände des Autohauses hindurch, muss nun also umgelegt werden in die Straße Kathagen.

Sackgasse zur Kellerstraße hin öffnen

Doch die zuständige Firma APS Kanalbau musste trotzdem jede Menge Kritik von den Anwohnern einstecken: Die Information sei viel zu kurzfristig gekommen, die Dauer der Baumaßnahme viel zu lang, die Sperrzeiten unmöglich. Was sei mit Paketlieferungen, was mit dem Pflegedienst? Sei denn geprüft worden, ob die Sackgasse nicht am anderen Ende geöffnet werden könne?

Markus Bäcker wohnt auch am Kathagen: „Wir sind da aber am Telefon ziemlich abgekanzelt worden.“ Er wandte sich an den CDU-Bezirksvertreter Hanslothar Kranz. Der versprach zu helfen, nutzte seine Kontakte und führte ein paar Telefonate: „Die Verwaltung weiß jetzt Bescheid. Es wird ein Gespräch mit den Anwohnern geben.“

Straße wird morgens eine Stunde später gesperrt

Zu den Anwohnern gehört Martina Wientjens-Brüßler. „Die Firma konnte uns nur so kurzfristig informieren, weil die Genehmigung für die Straßensperrung erst am 28. März erfolgte.“

Das Amt für Straßen und Verkehr lenkte ein, legte jetzt abweichende Zeiten fest. Erst ab 8 Uhr wird gesperrt – und an der B224 wurden zeitbegrenzt Parkmöglichkeiten geschaffen. Für wichtigen Anlieferverkehr könnten Absprachen mit der Bauleitung getroffen werden.

Allerdings: Die Mitarbeiter der Pflegedienste müssen laufen, Paketdiensten werde die Durchfahrt auch verweigert. Eine Öffnung der Sackgasse zur Kellerstraße sei nicht möglich: Dieser Teil der Straße ist entwidmet und nicht schnell für Autos verkehrssicher zu bekommen.

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