Filmemacher

Junger Filmemacher aus Schönebeck setzt SGS ins rechte Bild

Gemeinsam mit Vater Reinhard nimmt Nils Stakemeier die Spiele der SG Schönebeck auf und stellt sie ins Internet.

Gemeinsam mit Vater Reinhard nimmt Nils Stakemeier die Spiele der SG Schönebeck auf und stellt sie ins Internet.

Schönebeck.   Nils Stakemeier (27) hat mit „Schönebeck – der Film“ Begeisterung ausgelöst. Nun möchte er die Fußballerinnen der SGS im Internet bekannt machen.

„Schönebeck – der Film“ begeisterte vor zwei Jahren nicht nur die eingefleischten Schönebecker. Das Stadtteilportrait von Nils Stakemeier gefiel durch seine Ästhetik auch Menschen, die wenig mit Schönebeck zu tun haben. Und noch heute treffen sich Senioren noch immer wie zuletzt in St. Antonius Abbas zum gemeinsamen Kinoerlebnis und ergötzen sich an den schönen Bildern. Doch allein von dem schönen Film kann der 27-jährige Film- und Fotokünstler natürlich nicht leben.

Deshalb sucht er ein neues berufliches Standbein – und ist quasi vor der eigenen Haustür fündig geworden, nämlich bei den Bundesliga-Fußballerinnen der SG Schönebeck. „Ich arbeite derzeit freiberuflich, wobei dem Fußball als solches, aber insbesondere dem Fotografieren und Filmen dieser Sportart, mein Herz gehört“, erzählt Nils Stakemeier. „Mittlerweile ist es mir gelungen, mich intensiver in die Medienarbeit bei der SGS Essen einzubringen.“

Erstligaerfahrung schon beim MSV Duisburg gesammelt

Denn der Verein schließt nicht nur langsam sportlich zu den Großen des Frauenfußballs wie Bayern München, VfL Wolfsburg oder 1. FFC Potsdam auf, sondern steckt sich auch mulimedial höhere Ziele. „Doch dem Verein fehlte bisher eine Plattform, um bewegte Bilder zu veröffentlichen“, hat Nils Stakemeier beobachtet. So kam er mit Philipp Symanzik (Management) und Jonas Kaltenmaier (Heimspieltagsorganisation und Sponsoring) überein, selbst über die SGS-Spiele zu berichten.

Mit dem Filmbericht muss Nils 72 Stunden warten

Erstliga-Erfahrungen hat er schon bei der Berichterstattung über den MSV Duisburg und die SGS für das DFB-Internet-Fernsehen gesammelt. Nun sollen auch Interviews mit den Spielerinnen, die Pressekonferenzen und Trainings-Impressionen dazukommen. „Das müssen wir dann viel professioneller mit mehreren Kameras aufziehen“, hat sich Nils Stakemeier vorgenommen. Beim DFB hat er schon nachgefragt, ob er auch Spielberichte produzieren darf. Doch davor stehen rechtliche Hürden. Der DFB untersagt dem Filmemacher zum Beispiel, einen Spielbericht früher als 72 Stunden nach dem Abpfiff ins Netz zu stellen. Wenn die SGS am morgigen Mittwoch, 5. Dezember, also um 19.30 Uhr im Stadion Essen gegen Bayer Leverkusen den sechsten Sieg im elften Spiel anstrebt, dann werden die Tore erst am Freitag zu sehen sein. Allerdings kommt der 27-Jährige gegen die richtigen Profis, zum Beispiel von Sport1, auch nicht an, wenn diese mit „voller Kapelle“ zur Liveübertragung eines Bundesligaspiels anrücken.

Das ist zu verschmerzen, denn vorerst ist Nils Stakemeier, immer unterstützt von Vater Reinhard, sowieso erst im Trainingsbetrieb. „Richtig gut wird es in der Rückrunde“, hat er sich vorgenommen.

Projektkurs des Mädchengymnasiums

Mit Hilfe von Nils Stakemeier sowie einem Projektkurs des Mädchengymnasiums Borbeck entsteht jetzt ein eigener You-Tube-Kanal namens „SGS.TV“.

Auf Instagram sind viele Fotos unter „nstakemeier“ zu finden. Auf Facebook lohnt sich die Suche nach „Rot weisse Art“. Und es gibt die Fanseite „BuFu2004“.

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