Arbeitskampf

In Schulen und in der Uniklinik wird nächste Woche gestreikt

Die Gewerkschaft Verdi hat zu dem Warnstreik aufgerufen.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu dem Warnstreik aufgerufen.

Foto: Funke Fotoservices

Essen.   In Essen wird Dienstag und Donnerstag gestreikt. Es gibt Warnstreiks im öffentlichen Dienst, unter anderem an Schulen und in der Uniklinik.

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Auf Essen kommen in der kommenden Woche Streiks im öffentlichen Dienst zu. Gewerkschaften rufen dazu auf. Als Grund nennt Verdi in einem Streikaufruf die „ergebnislosen Tarifverhandlungen“. Zu spüren sein dürfte der eintägige Warnstreik am Dienstag vor allem im Essener Uniklinikum, an der Universität Duisburg-Essen und in den Justizbehörden. Am Donnerstag soll es dann mit einem Warnstreik an Schulen mit tarifbezahlten Lehrern weitergehen. Die Lehrer werden von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vertreten.

Rund 15.000 Beschäftigte in der Region betroffen

Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Henrike Eickholt geht davon aus, dass von einem Tarifabschluss etwa 15.000 bis 16.000 Beschäftigte in der Region Ruhr West betroffen sind. Der Bezirk umfasst die Städte Essen, Mülheim und Oberhausen. Allein am Uniklinikum arbeiten rund 5600 Beschäftigte, wobei rund 4000 in den Tarifvertrag der Länder fallen. Bei den Justizbehörden in Rüttenscheid sind es etwa 2000, an der Uni ebenfalls mehrere tausend Beschäftigte im Länderdienst. Hinzu kommen unter anderem die 3000 Beamten im städtischen Dienst.

Es geht um mindestens 200 Euro mehr Lohn

Gewerkschaften und Beschäftigte kämpfen unter anderem für sechs Prozent oder mindestens 200 Euro mehr Lohn. Am Dienstag wollen sich die Streikenden bis 9.30 Uhr an der Uniklinik versammeln. Um 9.45 Uhr startet dann ein Demomarsch Richtung Innenstadt mit Stopp am Polizeipräsidium. Gegen 11.15 Uhr soll auf dem Willy-Brandt-Platz eine Kundgebung beginnen. Nach Auskunft von Verdi-Vertreterin Henrike Eickholt soll es zunächst in der kommenden Woche die unterschiedlichen Streiktage von Verdi und GEW geben, später sei dann wahrscheinlich auch noch eine gemeinsame Aktion geplant.

Erst im vergangenen Jahr hatten längere Streiks von Beschäftigten der Uniklinik Essen den Krankenhausbetrieb stark beeinträchtigt. Damals ging es aber nicht um eine bessere Bezahlung, sondern um die Bedingungen in der Pflege und beim Servicepersonal.

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