Schulstart 2021

In Essen sollen keine Einschulungs-Untersuchungen ausfallen

Der Sehtest: Ein Element der Schuleingangsuntersuchung, die alle Mädchen und Jungen vor der Einschulung machen sollten.

Der Sehtest: Ein Element der Schuleingangsuntersuchung, die alle Mädchen und Jungen vor der Einschulung machen sollten.

Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool

Essen.  Weil Gesundheitsämter überlastet sind, fallen in manchen Städten Schuleingangsuntersuchungen aus. Essen will alle gut 6000 Kinder untersuchen.

Die Bekämpfung der Corona-Pandemie stellt die Gesundheitsämter vor anhaltende Herausforderungen. Wegen der Überlastung werden die wichtigen Schuleingangsuntersuchungen in einigen Städten gar nicht, verspätet oder nicht im üblichen Umfang durchgeführt. In Essen sollen wie üblich alle Kinder vor der Einschulung im Jahr 2021 untersucht werden. Bei dem Termin im Gesundheitsamt werden neben dem körperlichen Gesamtzustand der Kinder auch Fertigkeiten wie Zahlenverständnis und Feinmotorik geprüft.

In Essen liegen für das Schuljahr 2021/22 bereits Anmeldungen für etwa 5600 Schüler vor; erfahrungsgemäß müsse man am Ende mit 6000 Erstklässlern rechnen, teilt Stadtsprecherin Silke Lenz mit. Die Untersuchungen der Kinder würden anders als im Vorjahr noch nicht im November, sondern erst im Dezember starten. Man bemühe sich aber wie gewohnt, „den kommenden Schuljahrgang komplett zu untersuchen“.

Kinder mit Förderbedarf sollen bevorzugt untersucht werden

Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) sei daher nicht in den Corona-Einsatz des Gesundheitsamtes eingebunden, erklärt Essens Gesundheitsdezernent Peter Renzel. „Der Dienst soll seine Regelarbeit machen. Uns ist sehr wichtig, vor Schulbeginn zu wissen, welche Kinder noch Förderbedarf haben, etwa weil sie die Sprache nicht ausreichend beherrschen.“ Sie sollen dann möglichst zeitnah gefördert werden.

Darum wolle man nun „Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, mit bekanntem sonderpädagogischen Förderbedarf oder sonstigem Unterstützungsbedarf vordringlich untersuchen“, ergänzt Stadtsprecherin Silke Lenz. Die Eltern würden darüber vom Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) oder über die Schulen informiert.

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