Chancen

Immer mehr Schulen machen bei Talentscout-Programm mit

Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule gehört jetzt zum Talentscouting-Programm des Landes: Sarah Schröter (Uni), Lehrerin Esther Maluche, die Schüler Gamze Demir, Denise Kraft, Mevlüt Yedikardes, Phillip Bullik und Talent-Scout Jacek Czarnota.

Foto: Socrates Tassos

Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule gehört jetzt zum Talentscouting-Programm des Landes: Sarah Schröter (Uni), Lehrerin Esther Maluche, die Schüler Gamze Demir, Denise Kraft, Mevlüt Yedikardes, Phillip Bullik und Talent-Scout Jacek Czarnota. Foto: Socrates Tassos

essen.   Ein Landesprogramm schickt Erwachsene an Schulen, die begabte Jugendliche in Sachen Beruf und Studium beraten. Das senkt Schwellenängste.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Immer mehr Schulen beteiligen sich am „Talent-Scouting“, einem Landesprogramm für die Förderung von begabten Jugendlichen. Jetzt hat auch die Gustav-Heinemann-Gesamtschule als zehnte Schule im Stadtgebiet einen entsprechenden Kooperationsvertrag mit der Uni Duisburg-Essen unterzeichnet.

Beim „Talent-Scouting“ beraten Erwachsene gute Schüler, wie es nach der Schule weitergehen soll. „Wir haben viele tolle Schüler, die die ersten in ihrer Familie sind mit der Möglichkeit zu einem Studium. Doch wie die Wege sind, und was es für Unterstützungsmöglichkeiten gibt, ist in den Familien nur wenig bekannt“, sagt Burkhard Engels, Leiter der Gustav-Heinemann-Schule. „Wir sind Brückenbauer, zum Beispiel zu Schüler-Stipendien oder anderen Fördermöglichkeiten“ ergänzt Sarah Schröter, Koordinatorin des „Talent Scoutings“ an der Uni Duisburg-Essen.

Ein Studium ist finanzierbar - das ist vielen nicht klar

„Allein, was die Vielzahl der Studiengänge in NRW angeht, ist Beratung und Information nötig.“ Einer der Talent-Scouts ist der Sozialwissenschaftler Jacek Czarnota; er kommt einmal monatlich zu Schulen wie der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, um Schüler zu beraten: „Wenn man ihnen dann klarmacht, dass ein Studium durchaus bezahlbar ist, auch mit Mitteln wie BaföG, dann gibt es oft ein Leuchten in den Augen“, hat er beobachtet. Meistens sind es Lehrer mit Überblick, zum Beispiel die Koordinatoren für Studien- und Berufswahl, die den „Talent-Scouts“ entsprechende Tipps geben und Sprechstundentermine vermitteln. „So etwas spricht sich dann unter den Schülern herum und verselbstständigt sich“, sagt Esther Maluche, Lehrerin bei „Heinemann“.

Schülerin Gamze zum Beispiel – sie macht 2018 ihr Abitur und hat durch die Talent-Scouts erfahren, dass es auch Studiengänge wie „Wirtschaftspsychologie“ gibt. „Das interessiert mich unheimlich.“ Oder Schüler Phillip, ebenfalls angehender Abiturient, wusste schon immer, dass Chemie seine Leidenschaft ist. Aber: „Dass man duale Studiengänge belegen kann mit integrierter Ausbildung, wusste ich nicht.“ Und jetzt? Sind Philipps Bewerbungen längst ‘raus. „Die Beratungen haben mir sehr geholfen.“ Als nächstes hat er erste Termine mit der Personal-Abteilung von BP, nächste Woche, auf einer Schüler-Messe.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik