Anwohnerinitiative

Im Lattenkamp steht ein Spielplatz auf dem Wunschzettel

Nicht zum ersten Mal demonstrierten die Kinder aus dem Lattenkamp mit ihren Eltern für die Erneuerung des Spielplatzes. Zuvor hatten sie schon die Bezirksvertretung V besucht und einenKorso zum Rathausunternommen.

Nicht zum ersten Mal demonstrierten die Kinder aus dem Lattenkamp mit ihren Eltern für die Erneuerung des Spielplatzes. Zuvor hatten sie schon die Bezirksvertretung V besucht und einenKorso zum Rathausunternommen.

Foto: Vladimir Wegener

Essen-Altenessen-Nord.   Am Lattenkamp in Altenessen-Nord wohnen kinderreiche Familien. Um so ärgerlicher für sie, dass der Spielplatz seit langem abgebaut ist.

Ein neuer Spielplatz steht nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste der kinderreichen Familien in der Lattenkamp-Siedlung. Die Bewohner-Initiative hatte jetzt zum Treffen mit Hüpfburg, Würstchen, Musik und Getränken eingeladen. Dabei wurde an den mehrfach geäußerten Wunsch erinnert. Die Stadt hatte die Anlage vor einigen Jahren vom Unternehmen Sahle Wohnen übernommen und die Geräte entfernt.

Mal wieder ausgiebig spielen und toben konnten rund 50 Kinder beim zweiten Spielplatzfest in der Reihenhaussiedlung im Norden Altenessens. „Leider sind wir nach der Ortsbesichtigung mit Oberbürgermeister Kufen Ende Mai nicht weitergekommen“, sagt Jasmin Fioretti enttäuscht. Seit 2008 lebt die 49-Jährige mit ihrer Familie in einem der 88 Backsteinhäuser. Sie ist Mutter von drei Jungen und drei Mädchen zwischen 8 und 24 Jahren. „Vor allem die Kleinen waren hier gut aufgehoben, da das Gelände ganz umzäunt ist“, so Ehemann Marino Fioretti. Alternativen sieht er nicht: Der vorhandene Weg zum Bürgerpark an der Kuhlhoffstraße, wo ein Spielplatz liegt, sei für jüngere Kinder ungeeignet.

Hundehalter nutzen Wiese als Freilaufzone

Da pflichten ihm die anderen „Lattenkämper“ bei. Der neu geforderte Zugang, für den die Bewohner gern die Patenschaft übernehmen möchten, fehlt noch. „Seit die alten Geräte weg sind“, unterstreicht Jürgen Beese (63), „verkommt die Fläche hier zunehmend und wird vor allem von Hundehaltern als Freilaufzone für die Tiere genutzt“. An einer Seite grenzt das Areal an die Sportanlagen der DJK SG Altenessen. Man pflegt gute Kontakte zum Verein, der den Nachbarn Tische und Bänke fürs Fest geliehen hat.

Dass Federwippen, Sandkasten, Schaukel und Klettergerüst den Weihnachtswunschzettel ans Rathaus anführen, wusste auch der rotgewandete Nikolaus. Er hatte den Besuch bei den Siedlern deutlich vorgezogen. Den Kindern an der Hüpfburg überreichte er prall gefüllte Tüten. Doch erwartet wurde deutlich mehr. Bereits im Juni 2017 hatte man den Bezirksvertretern einen Antrag überreicht und im Mai 2018 gar einen Korso zum Rathaus organisiert.

Bedarfsanalyse ist auf dem Weg

Was tut die Stadt? Beim Ortstermin im Mai hatte OB Thomas Kufen zwei neue Tore zugesagt, damit die Kinder ohne Umweg in den Bürgerpark Kuhlhoffstraße gelangen. Außerdem sollte eine Bedarfsanalyse klären, ob ein neuer Spielplatz eingerichtet wird. Das Stadtoberhaupt hatte zugesagt, die Spielfläche vorrangig zu prüfen. „Grün und Gruga wird einen Gesprächstermin mit den Anwohnern bzw. den designierten Spielplatzpaten sowie den beteiligten Fachbereichen für Beginn des kommenden Jahres vereinbaren“, erklärte Jasmin Trilling vom Presseamt auf Anfrage. Die ebenfalls vor Monaten angekündigte Bedarfsanalyse sei auf dem Weg durch die Gremien und soll 2019/2020 anlaufen bzw. durchgeführt werden.

Familien hoffen auf eine schnelle Lösung

Die Initiative „Wir wollen unseren Spielplatz wiederhaben“ hat sich vor rund drei Jahren in Altenessen-Nord gegründet.

2014 waren die Spielgeräte von der Stadt abgebaut worden. Seitdem verkommt das Gelände.

Die kinderreichen Familien hoffen nach wie vor auf eine schnelle Lösung.

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