Wilde Müllkippen

Illegaler Müll: Stadt Essen erwischt über 50 Müllsünder

Illegal abgeladener Müll: So soll es nach dem Wunsch der Stadt – und der betroffenen Anwohner – nicht mehr aussehen.

Illegal abgeladener Müll: So soll es nach dem Wunsch der Stadt – und der betroffenen Anwohner – nicht mehr aussehen.

Foto: Rebecca Häfner (Archivbild)

Essen.   Die Stadt Essen überwacht seit einigen Monaten Stellen, an denen illegal Müll abgeladen wird. Die erwischten Müllsünder sind meist uneinsichtig.

Immer wieder landet illegal abgeladener Müll neben Containern, einfach am Straßenrand oder gerne auch mal in einem Waldstück. Die Stadt Essen hat diese Müllsünder im Visier und überwacht Container-Standorte und sogenannte Hotspots, Stellen an denen immer wieder illegal Abfall entsorgt wird.

Im Sommer gab es einen Probelauf für diese Überwachung, seit 22. Oktober ist sie zur Regel geworden. Nun hat die Stadt eine Bilanz der ersten Monate gezogen.

Bußgelder von bis zu 410 Euro wurden verhängt

Demnach wurden bis Ende Januar 52 Verstöße festgestellt, in 51 Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet – ein Verursacher ist laut Stadt zwischenzeitlich ins Ausland verzogen. In 17 Fällen wurden bereits Bußgelder festgesetzt. Diese liegen zwischen 80 und 410 Euro. Hinzukommen noch Verwaltungsgebühren von 28,50 Euro. „Es ist davon auszugehen, dass sich die noch festzusetzenden Bußgelder ebenfalls in diesem Rahmen bewegen“, so die Stadt.

In 13 Fällen musste das Bußgeldverfahren eingestellt werden, weil nicht zweifelsfrei nachgewiesen konnte, wer den Müll illegal abgeladen hat. Bei den übrigen Fällen handelt es sich um noch laufende Verfahren.

Müllsünder sind offenbar nicht besonders einsichtig

Ziel der Überwachung sei es, Menschen, die illegalen Müll abladen, auf frischer Tat zu ertappen, sie anzusprechen und die Verstöße zu ahnden. Darüberhinaus sollen aber auch alle Bürger für das Thema sensibilisiert werden. Jeder könnte etwas für die Sauberkeit tun, so die Stadt.

Die Müllsünder sind offenbar nicht besonders einsichtig: „Die Personen, die bei der illegalen Müllentsorgung auf frischer Tat ertappt wurden, zeigten regelmäßig kaum Unrechtsbewusstsein“, teilte die Stadt mit. Nur wenige Erwischte hätten gar ihren Müll wieder mitgenommen. Positiv sei die Überwachung vor allem bei den betroffenen Anwohnern angekommen.

Derzeit prüfe die Verwaltung, wie die Überwachung in Zukunft ausgestaltet werden könne – dann vor allem an den besonders stark betroffenen Standorten.

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