Flughafen Essen/Mülheim

IHK fordert Klarheit beim Flughafen Essen/Mülheim

Der Flughafen Essen/Mülheim sorgt wieder fürs Gesprächsstoff. Die IHK fordert Klarheit.

Der Flughafen Essen/Mülheim sorgt wieder fürs Gesprächsstoff. Die IHK fordert Klarheit.

Foto: Foto: Oliver MülleR

Essen.  Die Industrie- und Handelskammer (IHK) drängt auf Planungssicherheit für die am Flughafen ansässigen Unternehmen.

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In der Debatte um die Zukunft des Flughafens Essen/Mülheim meldet sich auch die Industrie- und Handelskammer Essen, Mülheim, Oberhausen zu Wort: Sie fordert die Politik auf, für Klarheit zu sorgen. Die am Flughafen ansässigen Unternehmen bräuchten Planungssicherheit.

„Die Unternehmen am Flughafen Essen-Mülheim stehen vor der Herausforderung, Investitionen zu tätigen und Fachkräfte zu finden. Dafür brauchen sie eine verlässliche Perspektive. Die unklare Lage über das weitere Vorgehen am Flughafen wirkt wie ein echter Bremsklotz“, erklärt dazu IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Püchel. Aus Sicht der IHK sind noch zu viele Fragen hinsichtlich der künftigen Nutzung offen, so dass den Unternehmen schnell Planungssicherheit zumindest bis 2034 eingeräumt werden sollte.

Die Fläche dürfe nicht einfach liegengelassen werden

Das von den Städten Essen und Mülheim angekündigte Gesamtkonzept für die Nutzung des Geländes nach Einstellung des Flugbetriebes, liege noch nicht vor, kritisiert die IHK. Sollte das Ergebnis aus den Werkstattgesprächen und den Gutachten lauten, dass die Entwicklung des Flughafenareals nicht oder nur sehr kleinteilig realisiert werden könnte, dürfe die Fläche nicht einfach liegengelassen werden. „Wir müssen in dem Fall darüber sprechen, ob der weitere Flugbetrieb für die Städte die bessere Option ist. Dann braucht der Flughafen aber die volle politische Unterstützung, damit er sich entwickeln kann“, so Püchel.

Für die IHK geht es nicht um einen Regionalflughafen

Dabei gehe es ganz eindeutig nicht um einen Regionalflughafen mit Low-Cost-Airlines - „sondern um einen leistungsfähigen Geschäftsflughafen und starken Standort für die Pilotenausbildung“, stellt Püchel heraus. Die Politik müsse die Hängepartie um den Flughafen beenden und schnell die Rahmenbedingungen festziehen. Der Wirtschaftsstandort brauche Klarheit, wo die Reise für den Flughafen Essen-Mülheim hingeht.

Die Essener CDU hatte die Debatte um den Flughafen mit einem Parteitagsbeschluss, mit dem sie sich für eine Fortführung des Flugbetriebes aussprechen, neu entfacht. Die CDU in Mülheim will am Ausstiegsbeschluss allerdings festhalten.

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