CSD

„Homosexuelle in der AfD“ sind beim Essener CSD nicht erwünscht

Schwule und Lesben während der Kumpelparade beim Essener CSD 2014.

Schwule und Lesben während der Kumpelparade beim Essener CSD 2014.

Foto: Knut Vahlensieck/FUNKE Foto Services

Essen.   Die Stadt Essen konnte aus verschiedenen Gründen keine Genehmigung für einen gewünschten AfD-Info-Stand auf der Kettwiger Straße erteilen. CSD-Organisatoren: „Haben auch keinen Bock auf sie.“

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Am Rande des Christopher Street Days am Samstag in Essen wollten sich auch die „Homosexuellen in der AfD“ in der Innenstadt präsentieren. Die Stadt konnte aus verschiedenen Gründen keine Genehmigung für deren gewünschten Info-Stand auf der Kettwiger Straße erteilen. Die Organisatoren des bunten Festes mit Demonstration und Straßenfest wollen die Gruppierung auch gar nicht dabei haben. „Wir haben sie nicht eingeladen. Und wir haben auch keinen Bock auf sie“, stellte Mitorganisator Dietrich Dettmann vom Ruhr-Pride e.V. klar.

„Homosexuelle in der AfD“ fühlen sich benachteiligt

Adrian Ochmanski, Landeskoordinator NRW für „Homosexuelle in der AfD“, fühlt seine Gruppe massiv benachteiligt: „Wir behalten uns vor, wegen Diskriminierung und Schikane rechtliche Schritte gegen die Stadt einzuleiten.“ Die Stadt Essen erklärt den Vorgang aus ihrer Sicht wie folgt: Der erste Antrag, einen Stand aufzubauen, sei handschriftlich ausgefüllt worden. Der Sachbearbeiter habe Probleme gehabt, ihn zu lesen. Außerdem hätten wichtige Angaben gefehlt. Eine Kontaktaufnahme über Handy habe trotz mehrerer Versuche nicht geklappt.

Am Donnerstag sprach der Antragsteller dann persönlich beim Amt für Straßen und Verkehr vor. „So kurzfristig war der Stand auf der Kettwiger nicht mehr genehmigungsfähig. Auch im Hinblick auf den veränderten Sicherheitsaspekt“, erklärte eine Stadtsprecherin. An einer anderen Stelle wollten die „Homosexuellen in der AfD“ ihren Stand indes nicht aufbauen.

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