Corona

Gustav-Heinemann-Schule in Essen hält an Maskenpflicht fest

Die Schüler der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen sollen noch bis zu den Herbstferien auch im Unterricht ein Maske tragen.

Die Schüler der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen sollen noch bis zu den Herbstferien auch im Unterricht ein Maske tragen.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Essen.  Das Land NRW setzt die Maskenpflicht aus. Doch die Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen will sie bis zu den Herbstferien verlängern.

In der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen soll die Maskenpflicht weiter gelten. Wie die Schule im sozialen Netzwerk Facebook am Samstag ankündigte, sollen die Schüler noch bis zu den Herbstferien einen Mund-Nasenschutz auch im Unterricht tragen. Die Entscheidung löste bei Facebook eine kontroverse Debatte aus.

Das Land NRW will ab kommender Woche die Maskenpflicht wieder aussetzen. Ministerpräsident Armin Laschet hatte verkündet, dass sie am 31. August ende. Das Tragen der Masken außerhalb des Unterrichts soll aber weiter bestehen bleiben.

Gustav-Heinemann-Schule: Haben zu kleine Klassenräume

Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule sieht sich in ihrer Entscheidung dennoch mit den Aussagen Laschets im Einklang. Sie schreibt: „Der Ministerpräsident hat in seiner Pressekonferenz ausdrücklich gesagt, dass auch an Schulen die allgemeinen Richtlinien des Infektionsschutzes gelten. Das heißt, dass dort, wo kein Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden kann, weiterhin eine Maske zu tragen sei. Das ist in all unseren Klassenräumen der Fall, weil keiner groß genug ist, um in Klassenstärke mit dem notwendigen Abstand zu unterrichten.“

Die Schule verweist außerdem auf die Schulkonferenz zu Beginn des Schuljahres. Dort sei mit den Eltern über die Maskenpflicht bis zu den Herbstferien gesprochen worden und die Einrichtung habe hierfür von den Eltern Zuspruch erhalten.

Schule verspricht Atempausen für die Schüler

„Uns sind die persönlichen Einschränkungen für jeden Schüler bewusst. Auch die damit verbundenen Probleme im Unterricht sind uns bekannt“, heißt es seitens der Schule weiter. Aber die Schulleitung habe die Verantwortung allen Schülern, Lehrkräften und Mitarbeitern gegenüber. Sie kündigte an, für die Kinder angemessene „Atempausen“ schaffen, um die nächsten Wochen gut zu schaffen.

Auf Facebook gab es für das Vorgehen Zustimmung aber auch deutliche Kritik. Ein Mutter schreibt dort beispielsweise von einer „super Entscheidung“ zum Wohl der gesamten Schule. Eine andere meint: „Im Unterricht ist es wichtig, da es keinen Mindestabstand gibt, passiert was ist das Geschrei groß.“

Kritiker zweifeln, ob Alleingang der Schule rechtens ist

Kritiker halten dagegen, dass auf dem Heimweg auch keine Maskenpflicht bestehe und die Schüler dort oft den Mindestabstand auch nicht einhalten würden. Eine Mutter fordert: „Man kann ja außerhalb des Klassenraums weiter darauf bestehen. Aber nicht im Unterricht!“ Eine andere schreibt: „Und was ist nach den Herbstferien? Grippehochsaison… Dann wird das Virus immer noch da sein. Wie lange soll das so weiter gehen?“ Einige bezweifeln außerdem, ob dieser Alleingang der Schule überhaupt möglich ist: „Die Regierung hat es beschlossen - da gibt es nichts zu diskutieren“, so eine Nutzerin.

Schulen in anderen Städten wollen ebenfalls teilweise bei der Maskenpflicht im Unterricht bleiben. Das Schiller-Gymnasium in Witten zum Beispiel, hat den Schülern empfohlen, die Masken weiter zu tragen. Auch in Oberhausen will ein Gymnasium die Aufhebung der Maskenpflicht nicht mitgehen. (jgr)

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