Vandalismus

Vandalismus und Tierquälerei: Grugapark schickt Briefe an Lehrer

Auch wenn viele Menschen in der Gruga sind, bleibt es fast immer friedlich. Nur Schulklassen scheinen mitunter Probleme zu machen. Die Gruga fordert Lehrer auf, ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen.

Auch wenn viele Menschen in der Gruga sind, bleibt es fast immer friedlich. Nur Schulklassen scheinen mitunter Probleme zu machen. Die Gruga fordert Lehrer auf, ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen.

Foto: Socrates Tassos

Essen.  Immer wieder komme es im Park durch Schulklassen zu Vandalismus und selbst Tierquälereien, klagt die Leitung des Grugaparks. Die Sensibilisierung der Lehrer scheint Erfolge zu bringen.

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Bei Schülern und Lehrern ist der Grugapark beliebt, vor allem Grundschulklassen gehören an Vormittagen zu den eifrigsten Besuchern. Für die Parkleitung ist dies aber offenbar nicht durchgehend ein Grund zur Freude. Der Grugapark verschickt Standardbriefe an Lehrer, in denen diese aufgefordert werden, „ihre Aufsichtspflicht wahrzunehmen“, da es aus dem Kreis der Schüler immer wieder zu Vandalismus und anderen Störungen des Parklebens komme. Dies sei nicht hinnehmbar, selbst wenn man verstehe, dass Kinder sich unter freiem Himmel „gelöster“ verhielten als in einem Klassenzimmer.

Park-Sprecher Eckard Spengler zählt in dem Brief gravierende Missstände auf: „Wiederholt wurden Tiere gesteinigt und auf andere Art gequält, sehr viele Anlagen wurden mutwillig zerstört. Besucher, die einschritten, wurden so übel beleidigt, dass diese an den Kassen ihr Eintrittsgeld sich haben erstatten lassen und den Park nicht mehr besuchen wollten. Unsere Mitarbeiter stehen am nächsten Morgen vor verwüsteten Anlagen. Von der Vermüllung ganz zu schweigen.“ Bei älteren Schülern spiele zudem auch „Alkoholmissbrauch“ eine Rolle.

Sensibilierung der Lehrkräfte scheint Erfolge zu bringen

Harte Vorwürfe, die die Gruga zurzeit glücklicherweise in nicht mehr so hohen Maße erhebt. „In diesem Jahr hatten wir kaum Probleme“, sagt Gruga-Mitarbeiter Martin Gülpen, der Spengler derzeit urlaubsbedingt vertritt. Dass es besser geworden ist, sei vielleicht auch darauf zurückzuführen, dass man die Lehrer mit Hilfe des Briefe sensibilisiert habe.

So soll es bleiben, daher fordert die Gruga-Leitung die Lehrer routinemäßig weiterhin auf, „vorab Ihre Klasse auf korrektes Verhalten im Park hinzuweisen“ - auch wenn der Brief auf manchen etwas befremdend wirken mag. Willkommen seien die Schüler im Park aber auch künftig auf jeden Fall.

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