Familien-Union

Grünen-Ratsherr distanziert sich von Essener Familien-Union

Der grüne Essener Politiker Ahmad Omeirat – hier in der ARD-Polit-Sendung „Hart aber fair“ – hat die heute sehr umstrittene Familien-Union 2008 mitbegründet, aber 2011 wegen „stark differierender Auffassungen in der Integrationspolitik“ wieder verlassen.

Der grüne Essener Politiker Ahmad Omeirat – hier in der ARD-Polit-Sendung „Hart aber fair“ – hat die heute sehr umstrittene Familien-Union 2008 mitbegründet, aber 2011 wegen „stark differierender Auffassungen in der Integrationspolitik“ wieder verlassen.

Foto: WDR

Essen.   Der Essener Politiker Ahmad Omeirat betont: „Ich bin Ratsherr der grünen Ratsfraktion und nicht Abgeordneter der Familien-Union im Stadtrat.“

Der grüne Kommunalpolitiker Ahmad Omeirat tritt dem Eindruck entgegen, er sei ein „Abgeordneter der Familien-Union im Essener Stadtrat“. Gleichzeitig distanziert er sich von der umstrittenen libanesisch-kurdischen Familien-Union, die wegen Beteiligung an einer Hetzkampagne gegen den Buchautor Ralph Ghadban („Arabische Clans – die unterschätzte Gefahr“) am Pranger steht.

Der Politiker reagiert auf einen Bericht dieser Zeitung, in dem ein Vertreter der umstrittenen Familien-Union zitiert wird. Dieser hatte auf darauf hingewiesen, dass einer der ihren, gemeint ist Ahmad Omeirat, „Abgeordneter im Essener Stadtrat“ sei.

Bis 2011 im Vorstand der Familien-Union

Ahmad Omeirat, integrations- und ordnungspolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion, erklärt dazu: „Ich bin Ratsherr der grünen Ratsfraktion und damit dem grünen Kommunalwahlprogramm verpflichtet. Ich bin dagegen nicht Abgeordneter der Familien-Union im Essener Stadtrat.“

Omeirat räumt ein, dass er zwischen 2008 und 2011 im Vorstand der Familien-Union tätig gewesen sei und den Verein mit aufgebaut habe. „Wegen stark differierender Auffassungen über die Ausrichtung des Vereins in Fragen der Integrationspolitik habe ich den Verein aber im Jahr 2011 wieder verlassen.“

Der Grünen-Politiker betont, dass er sich seitdem „intensiv für die Integration und das sichere Bleiberecht der in Essen geborenen Altfälle deutscher Flüchtlingspolitik und gegen jedwede kriminelle Strukturen und Handlungen – auch von libanesischstämmigen Menschen - in Essen“ einsetze. Gleichzeitig kritisiert er die „stereotype Verwendung des Begriffs Clan im Zusammenhang mit Geflüchteten aus dem Libanon“. Straftaten seien immer die Taten Einzelner.

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