Radschnellweg RS 1

Grüne plädieren beim Radschnellweg für Zwischenlösung

Bleibt der Bahndamm im Eltingviertel oder wird er abgetragen. Über die Trassenführung des RS 1 ist erneut Streit entflammt.

Bleibt der Bahndamm im Eltingviertel oder wird er abgetragen. Über die Trassenführung des RS 1 ist erneut Streit entflammt.

Foto: Socrates Tassos

Essen.   Der Radschnellweg RS 1 solle auf dem Bahndamm verlaufen, bis klar ist, wie es im Eltingviertel städtebaulich weitergeht. Kritik an SPD und CDU.

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Bei den Planungen für den Bau des Radschnellweges RS 1 durch das Eltingviertel haben sich Grüne und Linke gegen eine voreilige Festlegung ausgesprochen. Beide reagierten damit auf einen Antrag, den SPD und CDU am Donnerstag wie angekündigt in den Planungsausschuss eingebracht haben. Darin wird die Planungsverwaltung aufgefordert, jene Variante vorrangig weiterzuverfolgen, welche die Integration des Radschnellweges in ein spektakuläres Wohnbauprojekt vorsieht. Der Bahndamm der ehemaligen Rheinischen Bahn würde dafür abgetragen.

Die am Runden Umwelttisch vertretenen Verkehrs- und Umweltinitiativen warnen davor, dass sich der Bau der Radtrasse in diesem Fall um Jahre verzögern könnte. Ein Aus des Projektes sei nicht auszuschließen.

Runder Umwelttisch warnt vor endgültigem Aus

Auch die Grünen halten es für falsch, den Bahndamm abzutragen. Weder sei klar, ob sich das Land finanziell an einer anderen Trassenführung beteiligt, noch ob sich ein Investor findet. Um keine Zeit bei der Realisierung des Radschnellweges zu verlieren, solle der Radweg als Zwischenlösung über den Bahndamm führen, bis feststeht, wie es weitergeht. Die Verwaltung solle umgehend mit dem Land Gespräche über eine solche Interimslösung aufnehmen.

Die Linke regte an, den Allbau bei den Planungen miteinzubeziehen. Die städtische Wohnungsgesellschaft habe schließlich gute Erfahrung bei der Realisierung ähnlicher Projekte wie zum Beispiel am Niederfeldsee in Altendorf.

Planungsausschuss entscheidet am 18. Juni

Über den Antrag von SPD und CDU soll der Planungsausschuss am 18. Mai entscheiden. Diskussionsbedarf gibt es offenbar auch innerhalb der SPD-Fraktion. So hatte Janine Laupenmühlen, Landtagskandidatin und Mitglied des Planungsausschusses, auf der Diskussionsveranstaltung „Essen kontrovers“ am Mittwochabend in der Volkshochschule erklärt, sie sehe bei der Planung des RS 1 keine Notwendigkeit für eine vorschnelle Festlegung.

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