Schonnebeck

Grüne: Pavillons auf dem Schulhof sind nur eine Notlösung

Die Schillerschule (linker Eingang) und die Johann-Michael-Sailer-Schule sind in einem Gebäude untergebracht.

Die Schillerschule (linker Eingang) und die Johann-Michael-Sailer-Schule sind in einem Gebäude untergebracht.

Foto: Kerstin Kokoska

Essen-Schonnebeck.   Schiller- und Johann-Michael-Sailer-Schule nutzen ein Gebäude. Es wird eng. Pavillons sollen helfen. Die Grünen wollen eine weitere Grundschule.

Der Rat der Stadt Essen beschloss am Dienstag, auf dem gemeinsamen Schulhof der Schiller- und der Johann-Michael-Sailer Schule an der Immelmannstraße in Schonnebeck für 2,9 Mio Euro ein Erweiterungstrakt mit Pavillons bauen zu lassen. Der Platzbedarf ist durch die Erweiterung um einen Zug gestiegen. In den Pavillons sollen vier Klassenräume à 65 m² und ein OGS-Gruppenraum à 72 m² untergebracht werden. Zudem sollen ein Gruppenraum und ein Mehrzweckraum dazukommen. Die Fertigstellung ist für den 1. August 2018 angepeilt.

Schulpädagogisch keine Ideallösung

Aus Sicht der Grünen im Rat kann das nur eine Notlösung sein, die für die nächsten Schuljahre zwar zu akzeptieren sei, schulpädagogisch aber keine Ideallösung darstelle. Sie stellten demnach im Rat den Antrag, zu prüfen, ob die Neugründung einer weiteren Grundschule nicht die bessere Perspektive sei.

„Eine der beiden – Johann-Michael-Sailer-Schule oder Schillerschule – zieht dann in den Neubau, und im Gegenzug kann die andere den gesamten Altbau belegen, in dem sich die Schulen jetzt gemeinsam befinden“, sagt Walter Wandtke, schulpolitischer Sprecher der Grünen. Standorte könnten beispielsweise Grundstücke des freiwerdenden Altbaugeländes der Gustav-Heinemann-Gesamtschule oder der aufgegebenen Hauptschule Schetters Busch sein, so Wandtke.

Langfristige Lösung

Durch diese Maßnahme ergäbe sich Platz für eine vierzügige Schule im Altbau und eine weitere Schule im Neubau. Die Container könnten nach Fertigstellung des Neubaus wieder aufgegeben und anderweitig verwendet werden. „Man hätte eine langfristige Lösung, die nicht nach Fertigstellung diverser Wohnbauprojekte in der Umgegend direkt wieder an ihre Grenzen stoßen würde“, sagt Walter Wandtke.

Der Rat verwies den Antrag der Grünen weiter an den Schulausschuss.

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Dem größeren Platzbedarf der Nikolaussschule in Stoppenberg soll damit Rechnung getragen werden, dass das ehemalige Schulgebäude an der Kapitelwiese 35 reaktiviert wird.

Für 250 000 Euro sollen zunächst zwei Klassen entstehen, später noch vier Klassenräume, ein OGS-Gruppenraum, ein Gruppen- sowie ein Mehrzweckraum.

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