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Größeres Vereinsheim: TV Bredeney wächst über sich hinaus

Der TV Bredeney schießt in die Höhe: Übungsleiter Uli Gerlach, Geschäftsführer Gerhard Schupp und Vorstandsmitglied Gerd Müller (v.l.) besichtigen die Baustelle zur Erweiterung des Vereinsheims. Im Obergeschoss soll ein Therapie- und Bewegungsraum entstehen.

Foto: Ulrich von Born

Der TV Bredeney schießt in die Höhe: Übungsleiter Uli Gerlach, Geschäftsführer Gerhard Schupp und Vorstandsmitglied Gerd Müller (v.l.) besichtigen die Baustelle zur Erweiterung des Vereinsheims. Im Obergeschoss soll ein Therapie- und Bewegungsraum entstehen. Foto: Ulrich von Born

Essen-Bredeney.   Auf das Vereinsheim an der Meisenburgstraße wird eine weitere Etage gesetzt. Das Projekt ist teurer geworden als erwartet.

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Es tut sich was auf der Sportanlage des TV Bredeney 1895: Seit einiger Zeit wächst der Verein über sich hinaus. Oder genauer gesagt: das Vereinsheim. Mit dem Bau eines zweiten Stockwerks auf das Bungalowgebäude verdoppeln die Sportler von der Meisenburgstraße kurzerhand ihre Nutzungsfläche.

„Die Nachfrage bezüglich unserer Kursangebote und Mitgliedschaften steigt immer weiter an – die Vergrößerung der Kapazität war die logische Konsequenz“, sagt Vereinsgeschäftsführer Gerhard Schupp, der für manche Sportangebote mittlerweile sogar eine Warteliste mit Interessierten führt. Doch bevor Anfang August die Bauwagen anrollen konnten, galt es zunächst, das Finanzielle zu klären. „Es war von Anfang an klar, dass wir den Umbau aus eigenen Mitteln stemmen werden. Die städtischen Gelder sind einfach erschöpft.“

Mehrkosten für Brandschutz

Die Kalkulation kam zuletzt jedoch etwas ins Schwanken: „Vor allem durch nicht absehbare Mehrkosten im Brandschutzbereich ist das Projekt viel teurer geworden als wir ursprünglich gedacht hätten“, räumt Schupp ein. Auch die Baukonjunktur treibe die Preise nach oben.

Die Lösung: möglichst viele Arbeiten selbst ausführen. Im Foyer des Vereinshauses steht derzeit eine Tafel mit Aufgaben, die verteilt werden sollen: Anstreichen, Böden verlegen, Einkäufe tätigen. Bislang sei das Engagement groß. Schupp schätzt: „Auf diese Weise werden wir rund 80 000 Euro einsparen.“

Die Wände und die künftige Raumaufteilung der zweiten Etage lassen sich mittlerweile schon gut erkennen – Bauherr Schupp klettert gerne ab und zu selbst auf das Baugerüst, um den Fortschritt aus nächster Nähe zu begutachten. „Wir haben einen straffen Zeitplan, bereits im Januar wollen wir die zweite Etage feierlich eröffnen. Schon Ende des Monats soll das Dach verbaut sein, um die Baustelle winterfest zu machen.“

Verein möchte „mittelalte Zielgruppe“ erreichen

Tatsächlich lässt sich schon jetzt gut ausmachen, was auf die Bredeneyer Sportler wartet: Herzstück der zweiten Etage wird ein großer Geräteraum, der durch ein großes Fenster viel Tageslicht bietet. Sportwissenschaftlerin und Vorstandsmitglied Fatma Kayadelen erklärt das Konzept: „Wir wollen mit einem modernen Gerätetraining besonders die mittelalte Zielgruppe ansprechen – durch flexible Öffnungszeiten und ganzkörperbetontes Training.“

An modernen Geräten, die sich per Chiparmband automatisch auf die Bedürfnisse des Trainierenden einstellen werden, können Jugendliche wie Senioren gleichermaßen schwitzen. Kostenpunkt: 39 Euro monatlich bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren. Man wolle keine Discount-Muckibude, sondern eine ernsthafte Trainingsstätte sein. Auch eine Zertifizierung für den Rehasport soll es geben.

Acht Stufen werden dann vom Geräteraum zu einem sogenannten „Bewegungsraum“ führen, der die so sehr ersehnte Kapazitätssteigerung ermöglichen wird. „Hier können zum Beispiel zusätzliche Akrobatik-Kurse stattfinden“, sagt Gerhard Schupp, „die sind momentan besonders beliebt.“

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