Giannis Weg: vom Zigeunerfest zur Zahnarztpraxis

Die „Runde Ecke“ ist an diesem Samstag, 7. Januar, um 19.30 Uhr zu Gast im Katakomben-Theater im Girardet-Haus in Rüttenscheid. Als interkulturell, vielfältig, vielschichtig beschreibt sich das aus dem WDR- Fernsehen bekannte Format. Hier werden die großen Fragestellungen von Flucht, Einwanderung, Ankommen und Integration anhand von bewegenden Einzelschicksalen erzählt. Und zwar nicht aus zweiter Hand, sondern von den Betroffenen selbst, die ihre so typische wie besondere Geschichte erzählen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die „Runde Ecke“ ist an diesem Samstag, 7. Januar, um 19.30 Uhr zu Gast im Katakomben-Theater im Girardet-Haus in Rüttenscheid. Als interkulturell, vielfältig, vielschichtig beschreibt sich das aus dem WDR- Fernsehen bekannte Format. Hier werden die großen Fragestellungen von Flucht, Einwanderung, Ankommen und Integration anhand von bewegenden Einzelschicksalen erzählt. Und zwar nicht aus zweiter Hand, sondern von den Betroffenen selbst, die ihre so typische wie besondere Geschichte erzählen.

Am Samstag ist Victoria Mousa dabei, einst Kriegskind aus Bosnien und seit 19 Jahren in Deutschland beheimatet. Heute koordiniert sie für die Essener Ehrenamt-Agentur Projekte für Flüchtlinge. 2016 wurde sie in Korea von der internationalen Frauenfriedensgruppe IWPG zur Friedensbotschafterin ernannt.

Auch der Karnaper Turgay Tahtabaş, der vom Müllmann zum erfolgreichen Bildungsmanager avancierte, berichtet über seinen ungewöhnlichen Lebensweg. Sein Verein Zukunft Bildungswerk bekam den Deichmann-Förderpreis für Integration in NRW.

Außerdem berichtet Gianni, der als junger Roma mit seiner Familie nach Deutschland kam; zur Begrüßung wurde damals ein „Zigeunerfest“ veranstaltet. Heute hat er eine Zahnarztpraxis und konnte seinem Sohn nur eines nicht beibringen: mit 18 Vater zu werden so wie er selbst. Kaum volljährig hatte Gianni nämlich schon Frau und Kind – und dann sein Coming-out. Nun kämpft er mit seiner Initiative Queer Roma gegen Homophobie und Rassismus.

Ungeschminkt und mit Humor wollen die Beteiligten von den Herausforderungen und Vorurteilen erzählen, die ihnen begegneten, von Neuanfang und Erfolg. Bei bisherigen Abenden hätten die Zuschauer gebannt gelauscht, sagt der Veranstalter: Geschichten in (noch) nicht perfektem Deutsch, mit Ähs, Öhs – und sehr berührend.

Schirmherr des Abends ist Oberbürgermeister Thomas Kufen, der weiß, dass viele Essener das Abenteuer Integration selbst erlebt haben – und täglich hier erleben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben