Verbraucher-Tipp

Gesunde Sattmacher von den Essener Kartoffelfeldern

Auf dem Oberschuirshof werden verschiedene Sorten angebaut. Bäuerin Annegret Weber hat die ersten Frühkartoffeln im Korb.

Auf dem Oberschuirshof werden verschiedene Sorten angebaut. Bäuerin Annegret Weber hat die ersten Frühkartoffeln im Korb.

Foto: Stefan Arend

Essen.   Auf zehn Hektar Fläche werden auf dem Oberschuirshof verschiedene Kartoffelsorten angebaut. Landwirt Nicolas Weber stellt die beliebtesten vor.

Bis die Frühkartoffeln auf dem „Oberschuirshof“ am Schuirweg 61 verkauft werden, dauert es noch ein paar Wochen. Doch Nicolas Weber, lokaler Landwirt mit Hofladen, freut sich auf die Ernte. „Wir sind damit immer vier bis sechs Wochen später dran als die Betriebe im Rheinland.“ Das liege an die schweren Böden und mehr Niederschlägen im Ruhrgebiet. Doch das Warten lohne sich, verspricht der Landwirt.

„Annabelle“ heißt die gelbfleischige, festkochende Frühkartoffel, die er seit vielen Jahren auf seinen Äckern nach den Prinzipien der integrierten Landwirtschaft anpflanzt. Hierbei werden biologische und konventionelle Methoden kombiniert. „Annabelle“ muss bis spätestens Ende Dezember verkauft sein, sonst bildet diese Sorte zu viele Keime. Diese klassische Salatkartoffel lassen sich viele Essener schmecken. Wem es nach Schuir zu weit ist, findet Webers Gemüse auch im lokalen Einzelhandel.

Die perfekte Schälware

Auf zehn Hektar Fläche baut der Familienbetrieb auch weitere Kartoffelsorten an, 30 Tonnen pro Hektar. Aufgrund ihrer runden Form ist die festkochende „Belana“ die perfekte Schälware für Maschinen. Sie schmeckt aromatisch, ist ebenfalls gelbfleischig und in der Gastronomie sehr gefragt. Wer den Allrounder zwischen fest und mehlig sucht, sollte hingegen zum Zwitter „Exempla“ greifen. Davon werden in Schuir allerdings keine großen Mengen kultiviert. Dafür erfreut sich die mehlige „Aula“ großer Beliebtheit für die Zubereitung von frischen Pürees.

„Keine Dick-, sondern gesunde Sattmacher“, lobt Weber die Eigenschaften des Nachtschattengewächses. Auf Mietfeldern können Hobby-Gärtner als „Feld-Freunde“ bei ihm sogar eigene Kartoffeln anbauen. Der Oberschuirshof hat noch Flächen frei. Wer die Knollen jetzt circa zwei Zentimeter tief in den Boden legt und einen kleinen Erdwall darum formt, darf in etwa 14 Wochen ernten. „Die Pflege ist einfach. Man muss nur ab und an gießen und das Unkraut entfernen“, sagt der Experte.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben