Gewalt

Geschäftsleute für  mehr Videoüberwachung in Essener City

In den Ecken am Handelshof werden die jungen Männer häufig beobachtet .

Foto: Socrates Tassos

In den Ecken am Handelshof werden die jungen Männer häufig beobachtet . Foto: Socrates Tassos

Essen.   Der Reisner-Platz ist zum Treffpunkt junger arabischer Männer geworden. Immer wieder soll es zu Gewalt kommen. Die Anrainer befürworten Kameras.

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Die Anrainer am Heinrich-Reisner-Platz in der Innenstadt sind besorgt über die jüngsten Entwicklungen vor ihrer Haustür. Das Umfeld des Platzes zwischen Handelshof, Hotel Essener Hof und Haus der Technik ist seit einiger Zeit zum Treffpunkt junger Männer aus den Maghrebstaaten geworden.

Die Jugendlichen treten dabei untereinander immer wieder äußerst aggressiv auf, sagen mehrere Beobachter übereinstimmend. Zuletzt wurde die Polizei kurz vor Weihnachten gerufen, nachdem es zu einer Auseinandersetzung mit gefährlicher Körperverletzung gekommen war. „Ich vermute außerdem, dass dort auch Drogen gedealt werden“, sagte der Direktor des Select Hotels Handelshof, Bernd Bittkow, der die Szenerie aus seinem Büro gut im Blick hat.

Polizei prüft derzeit Ausweitung der Videoüberwachung

Bittkow spricht sich aufgrund der jüngsten Entwicklungen dafür aus, die Kameraüberwachung in der Innenstadt auf das Umfeld des Heinrich-Reisner-Platzes auszuweiten. „Das würde sicher helfen“, sagte er.

Die Forderung kommt passend zu einer Zeit, in der die Polizei ohnehin prüft, ob und wo es angebracht wäre, die Videoüberwachung in Essen auszudehnen. Polizeipräsident Frank Richter hatte sich vor einiger Zeit sehr wohlwollend dafür ausgesprochen. Derzeit überwacht die Polizei den Rheinischen Platz in der Nord-City mit Kameras. Noch läuft die Auswertung des Versuchs, aber die Drogenszene dort scheinen die Kameras vertrieben zu haben. Dennoch dämpft ein Polizeisprecher allzu große Hoffnungen: „Die rechtlichen Anforderungen an die Videoüberwachung sind hoch. Eine Ausweitung ist deshalb so ohne Weiteres ohnehin nicht möglich.“

Polizei fährt häufiger Streife

Die Situation am Heinrich-Reisner-Platz ist der Polizei indes schon länger bekannt. „Wir bestreifen diesen Ort regelmäßig“, sagt der Polizeisprecher. Dass dort auch mit Drogen gehandelt werden soll, darüber habe die Polizei keine Kenntnisse.

Die Polizei sagt, dass sich vor allem am Wochenende gut ein Dutzend junger Männer dort aufhalte. Die Anrainer am Heinrich-Reisner-Platz jedoch beobachten regelmäßige Treffs auch unter der Woche – besonders am Abend. Dabei könnten sich rasch Gruppen von bis zu 30 Jugendlichen bilden, die sich dann gern in den Ecken von Handelshof oder Haus der Technik herumdrücken.

„Wenn wir die Polizei rufen und die dann mit Blaulicht eintrifft, sind sie meistens schnell weg.“ Diese Erfahrung hat Maximilian Bosse, Direktor des Hotels Essener Hof, gemacht. „Es wäre daher sicher angebracht, dort auch mit Polizisten in Zivil zu agieren“, sagte er.

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