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Gesamtschule-Süd: Politiker fordert Auflösung des Kollegiums

Die städtische Gesamtschule Süd an der Frankenstraße soll im Sommer 2017 schließen - um dann wiedereröffnet zu werden.

Foto: Kerstin Kokoska

Die städtische Gesamtschule Süd an der Frankenstraße soll im Sommer 2017 schließen - um dann wiedereröffnet zu werden. Foto: Kerstin Kokoska

Essen-Stadtwald.   CDU-Bezirksvertreter Hans Schippmann, früherer Leiter des Viktoria-Gymnasiums, hat scharf gegen die Kollegen von der Frankenstraße geschossen.

Hans Schippmann, CDU-Bezirksvertreter, früherer Schulleiter des Viktoria-Gymnasiums und ehemaliger Schulausschussvorsitzender, hat harsche Kritik am Erhalt des Standorts der Gesamtschule Süd geübt. Die Schule soll bereits im kommenden Sommer geschlossen werden, das Gebäude wiederum mit verändertem pädagogischen Konzept für eine neue Gesamtschule genutzt werden, die im Jahr 2018 eröffnen soll.

„Die Schule war schon bei ihrer Gründung als Stadtwald-Gymnasium fürchterlich und ist es als Gesamtschule auch. Es bräuchte eigentlich einen neuen Standort“, fand Schippmann deutliche Worte. Wenn das aktuelle Kollegium nun ein neues pädagogisches Konzept entwickeln wolle, so frage er sich, warum die Lehrerschaft dies nicht bereits in den vergangenen Jahren in Angriff genommen habe.

Sinnvoller sei es, mit einem komplett ausgewechselten Team neue pädagogische Schwerpunkte zu setzen. Schippmann: „Ich wünsche mir eine Auflösung des Kollegiums.“

Oberstufe sicherstellen

Gegenwind schlug Schippmann von Seiten der SPD und Grünen entgegen. So habe die Stadt keine Flächen, um eine neue Gesamtschule an einem anderen Standort aufzubauen, führte SPD-Fraktionschef Peter Lankes aus. Eine Bedarfsabfrage habe zudem gezeigt, dass es eine Gesamtschule im Essener Süden braucht – wenn auch mit verändertem Konzept: „Es wäre tödlich, die noch zu entwickelnde neue Schule jetzt schon tot zu reden“, mahnte er.

Bezirksvertreterin Irmgard Krusenbaum, die auch Mitglied des Schulausschusses ist, sorgt sich vor allem um die verbliebenen Schüler, die in einer noch einzurichtenden Dependance der Frida-Levy-Gesamtschule unterrichtet werden sollen: „Beide Schulen wurden von der Entscheidung überrascht und haben nicht zuletzt unterschiedliche Strukturen. Das fängt schon bei unterschiedlich langen Schulstunden an.“ Die reibungslose Abwicklung der Oberstufe dürfe nicht gefährdet werden, forderten die Stadtteilpolitiker.

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