Landgericht

Brutaler Vergewaltiger muss zweieinhalb Jahre in Haft

Das Landgericht Essen verurteilte den 24-Jährigen zu zweieinhalb Jahren Haft. Foto: dapd

Das Landgericht Essen verurteilte den 24-Jährigen zu zweieinhalb Jahren Haft. Foto: dapd

Foto: Oliver Müller NRZ

Essen.   Der 24-Jährige, der unter Einfluss von Kokain und Alkohol im Mai 2011 eine 20-Jährige in Essen vergewaltigte, ist zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Sein Opfer leidet bis heute unter den Folgen, traut sich im Dunkeln etwa nicht aus dem Haus. Das Landgericht war dem Angeklagten „Bösartigkeit“ vor.

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„Die fünf Monate reichen, denke ich mal“, sagt der 24-jährige Angeklagte im Hinblick auf seine Untersuchungshaft und wirbt damit für eine Bewährungsstrafe. Die XVII. Strafkammer des Landgerichtes sieht das anders und verurteilte den jungen Mann am Freitag wegen Vergewaltigung, wegen Raubes und Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren. Wie berichtet, hat er am frühen Morgen des 21. Mai vergangenen Jahres auf einer Fußgängerbrücke im Bereich der Wächtlerstraße/Auf der Donau, eine jetzt 20-jährige Frau überfallartig angemacht, sie gewürgt, mit einem Messer bedroht und zu sexuellen Handlungen gezwungen.

Das Opfer leidet weiter

„Bösartig“ und „sehr hartnäckig“ nennt Staatsanwältin Beke Nossek das Verhalten des Angeklagten und beantragt eine Haftstrafe von drei Jahren drei Monaten. Nach eigener Darstellung hat der auf eine Fußballkarriere hoffende 24-Jährige vor der Tat fast eine Flasche Whiskey getrunken und Kokain genommen, was aus ihm einen anderen Menschen gemacht habe.

Für den Sachverständigen Dieter Oswald war das glaubwürdig, er ging von einer eingeschränkten Steuerungsfähigkeit aus; auch wenn der Angeklagte den Kokain-Konsum erst im Prozess zur Sprache brachte. Die Kammer folgt dem Gutachter. Sie glaubt dem 24-Jährigen seine Reue, ist aber überzeugt, dass der das Handy des Opfers raubte und nicht, wie er behauptet, nur mitnahm, um einen Anruf zu verhindern.

Strafverschärfend bewertet das Gericht, dass die Tat auf offener Straße geschah und das Opfer eine dem Angeklagten völlig unbekannte junge Frau war. „Sehr besonnen“ habe die 20-Jährige reagiert, stellt Richterin Gabriele Jürgensen fest. Die junge Frau versuchte, mit dem Täter zu reden und bot ihm sogar Geld. Die Folgen des Überfalls hat sie noch nicht überwunden, bis heute etwa hat sie Angst, im Dunkeln das Haus zu verlassen.

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