Kriminalität

Geldbörse im Briefkasten: Dieb will 225 Euro erbeutet haben

Einsatz von Polizei und Feuerwehr am Briefkasten in der Essener Innenstadt: Am Ende verzichtete man darauf, die Box zu öffnen, um sie nicht über Gebühr zu beschädigen.

Einsatz von Polizei und Feuerwehr am Briefkasten in der Essener Innenstadt: Am Ende verzichtete man darauf, die Box zu öffnen, um sie nicht über Gebühr zu beschädigen.

Foto: KDF-TV

Essen.  Nach dem erfolglosen Einsatz von Polizei und Feuerwehr an einer Postbox in der Essener Innenstadt ist klar: 31-Jähriger wurde zuvor bestohlen.

Nachdem ein Dieb in der Essener City ein gestohlenes Portemonnaie mutmaßlich in einen Briefkasten geworfen haben soll, ermittelt die Polizei weiter. Denn auch zwei Tage nach der Tat können die Ermittler noch nicht sagen, ob sich in der Postbox an der I. Weber/Ecke Kreuzeskirchstraße tatsächlich die Geldbörse eines 31-Jährigen befunden hat oder nicht. Dass eine Straftat passierte, scheint inzwischen allerdings klar zu sein.

Nachdem der Mann gegen 16 Uhr an der Schützenbahn bestohlen worden war, alarmierte er die Polizei mit dem Hinweis, der Täter habe seine Börse wohl in den Briefkasten geworfen. Einsatzkräfte rückten gemeinsam mit der Feuerwehr aus, verzichteten am Ende jedoch darauf, das Behältnis zu öffnen. „Das wäre ohne größere Beschädigungen nicht möglich gewesen“, sagte Polizeisprecherin Judith Herold am Mittwoch.

In der Geldbörse sollen sich 225 Euro befunden haben

Inzwischen ist es für die Ermittler aber auch eher zweitrangig, ob der wertlose Teil der Beute tatsächlich hineingeworfen wurde oder nicht. Fest steht: Ein 49-Jähriger hat inzwischen eingeräumt, dem 31-Jährigen das Portemonnaie gestohlen zu haben. Darin hätten sich 225 Euro befunden, gab der Verdächtige zu Protokoll, nachdem das Opfer den Mann zwei Stunden nach der Tat in der Innenstadt wiedererkannt und die Polizei benachrichtigt hatte.

Dem widerspricht wiederum der Bestohlene: Die Beute sei weitaus höher gewesen, er habe deutlich mehr Geld in seiner Börse gehabt.

Um welche Summe es sich auch gehandelt haben mag: Das Geld ist wohl unwiederbringlich futsch. Da dürfte es für den 31-Jährigen nur ein schwacher Trost sein, dass er in den nächsten Tagen zumindest seine seine Börse zurückbekommen könnte, sollte sie sich tatsächlich in dem Briefkasten befinden. Denn wenn bei einer Leerung Gegenstände oder Papiere gefunden werden, die dort nicht hineingehören, gebe es einen gewissen Automatismus, weiß Judith Herold. Die Post versuche, in aller Regel den rechtmäßigen Eigentümer ausfindig zu machen, um ihn zu benachrichtigen. Und das muss dann nicht zwingend bei der Polizei ankommen. (j.m.)

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