Müllabfuhr

Gelbe Tonne: Heisinger beklagen unregelmäßige Abholung

Über nicht regelmäßig geleerte gelbe Tonnen ärgern sich so einige Anwohner der Lindauhöhe in Heisingen, zumal die Abholung jahrzehntelang funktioniert habe, sagen sie.

Über nicht regelmäßig geleerte gelbe Tonnen ärgern sich so einige Anwohner der Lindauhöhe in Heisingen, zumal die Abholung jahrzehntelang funktioniert habe, sagen sie.

Foto: Stefan Arend

Essen-Heisingen.   Volle Tonnen und Müllsäcke in der Garage: Heisinger ärgern sich über nicht abgeholte gelbe Tonnen. Bei den übrigen Tonnen funktioniere das.

Hans Eidinger wohnt seit rund 40 Jahren an der Straße Lindauhöhe in Heisingen und fast ebenso lange hat es mit der Müllabfuhr geklappt. „Nun wird aber die gelbe Tonne nicht mehr regelmäßig geleert“, beklagt der Anwohner und kennt den Grund ebenso wenig wie seine Nachbarn. „Denn das Problem trifft mehrere Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus und damit zahlreiche Anwohner“, sagt Ulrich Kreimann.

Um die Tonnen an der Lindauhöhe zu leeren, müssen die Fahrer vom Entsorgungsunternehmen Remondis gleich zweimal scharf abbiegen und landen dann am Ende der recht schmalen Sackgasse. „Aber an der Situation der Straße hat sich ja nichts geändert und dennoch war das nie ein Problem“, sagt Marion Mause, die ihre Tonnen nun zumindest aus den Boxen heraus holt, damit diese nicht übersehen werden. Aber auch das habe nicht geholfen. Ob die Fahrzeuge des Unternehmens vielleicht größer geworden seien, fragen sich die Anwohner.

Manche verteilen den Müll auf andere Tonnen

Nach Einschätzung von Marion Mause bestehe das Problem sogar länger als ein Jahr. Sie blieben auf dem gelben Müll sitzen und müssten diesen in der Garage horten oder auf die graue Tonnen verteilen. Das könne ja nicht zum Dauerzustand werden, sagen die Nachbarn und fragen vor allem, was zu diesem geführt habe.

Zunächst stellt Michael Schneider, Pressesprecher bei Remondis klar, dass die Fahrer selbst entscheiden in welche Straße sie gefahrenlos fahren können. „Denn sie tragen die Verantwortung, wenn es etwa zu einem Unfall kommt“, sagt er. Leider sei es aber in der Vergangenheit vor allen dazu gekommen, dass die Straße oft zugeparkt gewesen sei,so dass das Entsorgungsfahrzeug überhaupt nicht durchgekommen sei. Das sei zuletzt am 26. März und auch am 24. April der Fall gewesen. „Es stimmt so mit nicht ,dass ein Jahr lang nicht entsorgt wurde.“ Und dann gibt es noch eine Bitte an die Anwohner: „Natürlich sei es in solchen Fällen hilfreich, wenn die Anwohner die Tonnen beispielsweise vor der Sackgasse bereitstellen.“

Ältere Nachbarn können Tonnen nicht hochrollen

„Wir haben die Tonnen durchaus schon mal hochgerollt“, sagt Ute Kreimann. Doch das sei vor allem den älteren Nachbarn gar nicht möglich. Und die Begründung des Unternehmens wollen die Anwohner so auch nicht stehen lassen, denn die Essener Entsorgungsbetriebe kämen ebenfalls dienstags. „Das funktioniert problemlos“, sagt Ute Kreimann.

Zu den parkenden Fahrzeugen ergänzt Hans Eidinger: „Auf den entsprechenden Stellplätze, an denen es zu Engstellen kommen könnte, stellen die Nachbarn ihre Fahrzeuge, die morgens ganz früh zur Arbeit fahren.“ So stellten die betroffenen Bewohner selbst sicher, dass die Straße frei sei, sagt er. „Aber auch dann garantiert uns das die Abfuhr der gelben Tonne nicht“, sagt Ulrich Kreimann, der aus seinen Fenstern aus die Straße überblicken kann.

Keine Lösung nach Mails und Anrufen

Das Unternehmen teilt nun als ein Beispiel mit, dass die Zufahrt Anfang April wieder frei gewesen sei „und eine Entsorgung aller bereitgestellten Sammelgefäße stattgefunden hat“. Auf ihre Mails und Anrufe hätten die Anwohner jedoch bislang von Remondis keine befriedigende Antwort erhalten, sagt Marion Mause. Sie wüssten gern, wie es nun weitergehen solle, damit die gelbe Tonne wieder regelmäßig geleert werde.

>>RECHTLICHE GRUNDLAGE FÜR DAS RÜCKWÄRTSFAHREN

  • Seit 2017 dürfen Müllfahrzeuge nur noch in Ausnahmefällen unter strengen Auflagen rückwärts fahren. Eine entsprechende Regelung hatten die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) erlassen.
  • Die Straße muss mindestens 3,50 Meter breit sein, maximal 15 Meter darf der Fahrer rückwärts fahren, über den Rückspiegel muss er Blickkontakt zu einem Einweiser halten, so dass niemand zu Schaden kommt.

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