Univiertel „Grüne Mitte“

Funke-Kiosk im Univiertel bietet viel Aufenthaltsqualität

Im Kiosk im FUNKE-Turm kann man sich gemütlich niederlassen, und zwar drinnen oder - wie derzeit - draußen.

Im Kiosk im FUNKE-Turm kann man sich gemütlich niederlassen, und zwar drinnen oder - wie derzeit - draußen.

Foto: Foto: Socrates Tassos

Essen.  Im Funke-Turm können Besucher Zeitungen lesen, Tickets kaufen, Bücher auswählen und Abos abschließen - oder einfach in Ruhe einen Kaffee trinken.

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Litfaßsäule, Druckzylinder, Dose, Tonne oder einfach Turm? Alles Bezeichnungen, die schon gehört wurden, wenn es um das silbern funkelnde Gebäude im Plätzedreieck Berliner Platz, Limbecker Platz und Jakob-Funke Platz geh. Aber wie auch immer, eines scheint klar zu sein: Schon kurz nach seiner Eröffnung hat es der Rundling geschafft, eine charakteristische Größe im Essener Stadtbild zu werden. Das liegt natürlich auch an der 340 Quadratmeter großen Mediawall, die wie eine lebhafte Banderole das Dach des Gebäudes bespielt und rund um die Uhr Nachrichten bietet. Da am vielbefahrenen Drehkreuz Berliner Platz zahlreiche Autofahrer vorbeikommen und auch die Zahl der Fußgänger schon dank der großen U-Bahnstation nicht gering ist, fällt der Funke-Turm vielen Menschen auf.

Kiosk löste den Leserladen am Kornmarkt ab

Was noch bekannter werden kann, ist der Kiosk im Erdgeschoss des Gebäudes, der weit mehr ist als der gute, alte Leserladen, wie er Jahrzehnte am Kornmarkt in der Innenstadt existierte. Erleben kann man hier auf 300 Quadratmetern Fläche zum einen die Produktwelten der FUNKE Mediengruppe, und zwar zum einen digital auf interaktiven Screens in unserer Tablet-Lounge. Daneben gibt’s die Print-Erzeugnisse aber auch traditionell zum Anfassen, zum Blättern und Stöbern.

WAZ und NRZ können hier gelesen werden

Selbstredend gibt es hier die heimischen Titel WAZ und NRZ sowie die Stadtspiegel-Anzeigenblätter, daneben aber auch die anderen NRW-Zeitungen Westfalenpost (WP) und Westfälische Rundschau (WR), ferner einige der überregionalen Zeitungsmarken der Funke-Mediengruppe wie etwa das Hamburger Abendblatt und schließlich verschiedene Zeitschriften. Abonnements, sei es print, sei es digital (oder beides) können für WAZ und NRZ, aber auch für WP und WR abgeschlossen werden, möglich ist auch das Aufgeben von Privatanzeigen.

Aber das ist nicht alles. An den Service-Inseln sind Tickets für bundesweit Tausende Veranstaltungen zu erwerben, auch Beratung ist möglich. Viele Buchtitel des Klartext-Verlags sind hier vorrätig, es darf geschmökert und gekauft werden.

Ebenso willkommen ist, wer einfach nur einen Kaffee oder etwas Kaltes trinken, Salate, Kuchen oder Eis essen will. Es gibt Sitzgelegenheiten und Stehtische im Innern des Bistros und bei schönem Wetter auch draußen.

Der Blick geht zum 560 Meter langen Park des Univiertels

Hier kann man sich lässig in die Liegestühle fläzen und dem gedämpften Treiben der Großstadtkulisse lauschen oder mit Freunden am Tisch den Tag Revue passieren lassen. Der Blick geht dabei zum 560 Meter langen Park des Univiertels, der sich längst als grüne Lunge des Viertels etabliert hat und auch Menschen anzieht, die nicht in den Häusern leben, die in den letzten Jahren drumherum neu entstanden sind.

An dieser Stelle bietet sich ein Blick in die Geschichte an. Da wo heute ein neues Viertel steht, war einst eine Eisenbahnlinie, der Güterbahnhof Essen-Nord und der städtische Großmarkt. Die drei Funktionen wirkten wie ein mächtiger Riegel zwischen der in den 1970er Jahren neu gegründeten Universität und der Innenstadt, und auch als schließlich nur noch die Bahnlinie übrig blieb, war dies nicht viel anders. Erst das Univiertel bildete dann eine durchlässige Klammer, auf die Stadt und Universität schon so lange gewartet hatten.

Colosseum-Theater und Ikea-Parkhaus erinnern an die industrielle Vergangenheit

Die industrielle Vergangenheit ist dennoch präsent: auf der gegenüberliegenden Seite des Berliner Platzes entlang der Altendorfer Straße sind das Colosseum-Theater und das Ikea-Parkhaus steinerne Erinnerungen an die frühere Fabriklandschaft von Krupp, die an dieser Stelle ihren Anfang nahm und sich bis nach Altendorf und Bergeborbeck erstreckte. So ist das Univiertel mit den prägenden Funke-Bauten auch ein wenig Symbol für den schrittweisen Strukturwandel, den die Stadt Essen spätestens seit den 1960er Jahren hinter sich gebracht hat: von der Industriestadt zur Stadt der Dienstleistungen und der Wissenschaft.

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