Skulpturenpark

Fundament der Kettwiger „Tuch“-Skulptur enthält Zeitkapsel

Kurz bevor der Beton eingegossen wurde, legten (v.l.) André Hanf (Firma Alt), Künstler Norbert Pielsticker sowie Martin Kryl, Heinz Schnetger und Peter Marx vom Heimat- und Verkehrsverein Kettwig eine Zeitkapsel in das Fundament des neuen Kunstwerks „Das Tuch“.

Kurz bevor der Beton eingegossen wurde, legten (v.l.) André Hanf (Firma Alt), Künstler Norbert Pielsticker sowie Martin Kryl, Heinz Schnetger und Peter Marx vom Heimat- und Verkehrsverein Kettwig eine Zeitkapsel in das Fundament des neuen Kunstwerks „Das Tuch“.

Foto: Julia Tillmann

Essen-Kettwig.  Im Gefäß sind die Spender-Namen sowie Zeitungsartikel der Funke Mediengruppe. Was noch darin enthalten ist und wie schwierig das Betonieren war.

Spaziergänger auf dem Promenadenweg dürfte die seit einigen Tagen auf der ehemaligen Bleichwiese eingezäunte Fläche verwundert haben: Hier wird in der kommenden Woche Norbert Pielstickers Kunstwerk „Das Tuch“ aufgestellt. Das Fundament für die vier Meter hohe Plastik aus Stahl, die den Skulpturenpark Kettwig bereichern wird, hat es aber auch schon in sich.

Eine „Zeitkapsel“ aus Edelstahl haben die Aktiven des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) Kettwig am Dienstag eingebracht, bevor das Fundament mit verschlossen wurde. „Wir haben den Spendern versprochen, dass ihre Namen im Fundament verewigt werden“, sagt Heinz Schnetger, Schirmherr des Skulpturenparks.

Zeitungsartikel der Funke Mediengruppe in der Zeitkapsel

80 Namen von Einzelpersonen oder Firmen und Institutionen finden sich auf der Liste. „Jeder, der beigetragen hat, kann in Zukunft mit dem schönen Gefühl vorbeigehen, dass sein Name hier verewigt ist“, ergänzt Schnetger. Außerdem in der Kapsel: ein komplettes Euro-Münz-Set aus dem Jahr 2002, Zeitungsartikel (unter anderem der Funke Mediengruppe) und eine Grundsteinurkunde sowie Gedanken des Kettwiger Künstlers zu der Skulptur.

Als logistische Herausforderung erwies sich der Fundamentguss am Kettwiger Mühlengraben. Die geringe Höhe der Brückendurchfahrt an Promenadenweg machte eine direkte Zufahrt des Betonmischfahrzeugs unmöglich. Das Team der Kettwiger Bauunternehmung Rainer Alt hatte die Lösung: ein separater flacher Pumpwagen und 70 Meter Schlauch transportierten die drei Kubikmeter Beton passgenau zur vorbereiteten Fundamentgrube.

Aufstellung am Mühlengraben wird noch eine schwierige Aufgabe

Die Aufstellung des vier Tonnen schweren Kunstwerkes ist für Dienstag, 1. September, geplant. Auch bei diesem finalen Akt wird die Zufahrt zur Herausforderung. „Wir sind sehr froh, dass der Kettwiger Baumdienst Skibba diese schwierige Aufgabe übernommen hat“, sagt Peter Marx (HVV). Das sei ein sehr „beruhigendes Gefühl“.

„Das Tuch“ ist Teil der Aktion „Zwei Neue für Kettwig“: Seit 2016 sammelt der HVV Spenden für die Erweiterung des Kettwiger Skulpturenparks. In diesem Sommer lief nun der Herstellungsprozess für das erste Kunstwerk: von der Styropor-Form, die in Duisburg gefräst wurde, bis zur Produktion in einer Krefelder Gießerei. Eingeweiht und an die Öffentlichkeit übergeben wird „Das Tuch“ am Freitag, 4. September, um 14 Uhr.

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