Mehrgenerationenhaus

Frohnhausen bekommt neuen Treffpunkt für Familien

Arndt Sauer, Geschäftsführer des Mehrgenerationenhauses, freut sich auf den Treffpunkt für die ganze Familie.

Arndt Sauer, Geschäftsführer des Mehrgenerationenhauses, freut sich auf den Treffpunkt für die ganze Familie.

Foto: Svenja Hanusch

Essen-Frohnhausen.   Die Wohnbau eG und das Mehrgenerationenhaus eröffnen im September ein „Spielplatz-Café“ für Familien. Altes Ladenlokal wirkt wie neu.

Das Frohnhauser Mehrgenerationenhaus und die Wohnbau eG weiten ihre Zusammenarbeit aus. Im kommenden Monat eröffnen sie gemeinsam das „Spielplatz-Café“. An der Kreuzung Oncken-/Frohnhauser Straße soll es ein „Treffpunkt für die ganze Familie“ werden, wie auf der Leuchttafel über dem Eingang zu lesen ist.

Werner Maaß (72) kommt öfters an dem inzwischen geschmackvoll renovierten Wohn- und Geschäftshaus vorbei. Er kann sich noch bestens an den Imbiss erinnern, der hier etwa zwei Jahrzehnte betrieben worden. Zuletzt stand das arg heruntergekommene Geschäft jedoch leer, weil sich in den Augen der Wohnbau-Verantwortlichen kein passender Interessent gefunden hatte.

Jetzt guckt der Großvater neugierig durch die großen Fenster, um zu erahnen, was sich hier künftig tut. Vielleicht kommt er ja mal mit seinem elfjährigen Enkel vorbei. Er sieht zwei große blaue Röhrenrutschen in einem ansonsten fast leeren 120 Quadratmeter großen Raum. Ob Werner Maaß mit Enkel die richtige Zielgruppe ist, wird die Zukunft zeigen.

Hochwertige Eiche

Arndt Sauer (60), Geschäftsführer des Mehrgenerationenhauses und selbst schon dreifacher Großvater, hat allerdings eine andere Zielgruppe im Auge. „Das Café soll eine Anlaufstelle für Mütter mit ihren Kindern werden. Sie sollen sich hier mit anderen Frauen beim gemeinsamen Frühstück austauschen können, ohne ständig auf ihre Kinder achten zu müssen“, beschreibt er das niederschwellige Angebot, das durch Vorträge und Beratungsgespräche ergänzt wird.

Kletterturm aus hochwertiger Eiche

Neben den beiden raumfüllenden Rutschen, für die eigens ein Kletterturm aus hochwertiger Eiche errichtet wurde, wurden auch Spieltische und eine gemütliche Kuschelecke auf einem Podest angeschafft.

Die Wohnbau eG betreibt mit dem Mehrgenerationenhaus mehrere „Treffpunkte“ in Altendorf, Frohnhausen und Frillendorf. Deshalb war sie von der Idee angetan, in dem Eckladen ein Café einzurichten. Als die Initiatorin jedoch zum Bedauern der Genossenschaft wieder kurzfristig absprang, fragte der Vorstand Arndt Sauer und rannte damit offene Türen ein.

In Innenarchitektin Dunja Christoph fanden sie eine Expertin für die Gestaltung des Raums. Sie schuf Platz für eine Küche, für einen kleinen Second-Hand-Markt sowie einen Bücherschrank. Prägend wird ein großer Tresen sein, auf dem das Frühstückbüffet sowie das Mittagessen zubereitet wird, das aus der Küche des Mehrzweckhauses angeliefert wird.

Die Wohnbau eG hat eine sechsstellige Summe in die Renovierung investiert. Sogar der bis dahin muffige Keller kann wieder problemlos genutzt werden. Wenn nun noch zwei Mitarbeiterinnen, die für den Betrieb vorgesehen sind, ihre Verträge unterschrieben haben, kann das Café im September eröffnen.

>>>>>Bundesmittel fließen für das Mehrgenerationenhaus

Das Mehrgenerationenhaus, das sich über Bundesmittel finanziert, muss mit dem „Spielcafé“ keinen Gewinn erzielen. Es soll lediglich kostendeckend arbeiten. Nur eine Anschubfinanzierung ist notwendig.

Die Wohnbau eG hat 4500 Wohnungen in Essen und verspricht sich eine engere Bindung ihrer Mieter in Frohnhausen, sagt Sprecher Frank Strube.

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