Einkaufszentrum

Frintroper warten ungeduldig auf neuen Gehweg am Ortszentrum

Bei einem Sturm stürzten kürzlich die Absperrungen an der Frintroper Straße um. Der Gehweg ist seit Monaten aufgerissen. Der Verkehr in Richtung Oberhausen fließt nur einspurig, und für Radfahrer ist kein Platz.

Bei einem Sturm stürzten kürzlich die Absperrungen an der Frintroper Straße um. Der Gehweg ist seit Monaten aufgerissen. Der Verkehr in Richtung Oberhausen fließt nur einspurig, und für Radfahrer ist kein Platz.

Essen-Frintrop.   Vor gut einem Jahr eröffnete der Discounter Aldi in Frintrop, wenige Wochen später folgte Rewe. Doch der Gehweg ist noch immer nicht benutzbar.

Geduld ist gefragt in Frintrop und Schönebeck. Denn weder wird der Gehweg am Einkaufszentrum Frintrop noch der Parkplatz für den Sportplatz Ardelhütte an der Pollstraße fertiggestellt. Allmählich zehren diese Endlosgeschichten an den Nerven von Bürgern und Politikern. In der Bezirksvertretung machten sich die Volksvertreter jedenfalls so richtig Luft. Vielleicht mit Erfolg: In beiden Fällen scheint sich etwas zu tun.

Anfang Dezember 2017 begann in Frintrop ein neues Einkaufs-Zeitalter: Mit Aldi wuchs das Warenangebot im Stadtteil um ein Vielfaches, Rewe folgte bald. Doch die nahe Umgebung konnte mit dieser langersehnten Entwicklung nicht Schritt halten: Die Frintroper Straße in Richtung Oberhausen ist noch immer nur einspurig befahrbar, der Gehweg vor dem Geschäftshaus ist eine einzige Baustelle, und Platz für Radfahrer gibt es überhaupt nicht. SPD-Bezirksvertreter Dirk Busch berichtete in der Bezirksvertretung, dass beim letzten Sturm die Baken umgeweht worden seien. Ein Geschäftsmann, so wird im Stadtteil anerkennend erzählt, habe sie wieder aufgestellt, während vom Bauherrn keine Reaktion gekommen sei.

Auch im Rathaus sei man „mit der Situation unzufrieden“, sagt Stadtsprecherin Jasmin Trilling. Aus juristischen Gründen könne sie aber lediglich berichten, „dass der Bauträger jetzt zum Handeln aufgefordert wird und den Gehweg umgehend wiederherstellen soll. Andernfalls schließt die Stadt nicht aus, dass sie den Gehweg selbst wiederherstellt“ und ihm die Arbeiten in Rechnung stellt. Bauherr Marc Wierig, der seit zwei Wochen aus seinem Büro im Obergeschoss „eine tolle Aussicht“ genießt, wie er auf Facebook schreibt, war für die Redaktion nicht zu erreichen.

Parkplatz ist seit 2008 ein Thema

Noch viel länger zieht sich der Bau des Parkplatzes an der Ardelhütte in Schönebeck hin. 107 Parkplätze sollen an der Pollstraße auf einem Brachgelände nördlich von Sportplatz und Tennisverein gebaut werden, weil Parkdruck für die Anwohner bereits seit Jahren ein Ärgernis ist. „Und er wird verstärkt, weil wir wegen der Ganztagsschule unser Kindertraining von 15 Uhr auf 16.30 Uhr verschieben und damit komprimieren mussten“, erläutert Willi Wißing, Projektmanager der SG Schönebeck.

Eine erste Bauvoranfrage wurde bereits vor zehn Jahren positiv beschieden. Doch mehr als die Abholzung der Bäume vor einem Jahr ist nicht geschehen. Nun aber hat Willi Wißing ein Signal aus dem Rathaus erhalten, dass mit dem Parkplatzbau im neuen Jahr begonnen werden und er bis August fertig gestellt sein soll.

Kuhlen als gottgegeben hinnehmen

Nach den Gleisbauarbeiten sei die Frintroper Straße eine „regelrechte Huckelstrecke“, kritisieren SPD und CDU.

Dass die Ruhrbahn von „zulässigen Toleranzgrenzen“ spricht, kommentiert Thomas Mehlkopf-Cau (CDU): „Scheinbar muss man Kuhlen heute wohl als gottgegeben hinnehmen.“

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