Ehrenamt

Freiwillige Helfer putzten wieder ihren Grugapark

Jaqueline Fabian und Nancy Watt sammeln beim Freiwilligen-Aktionstag im Grugapark Laub. Seit 2011 packen Ehrenamtliche im Frühjahr und Herbst mit an.

Foto: STEFAN AREND

Jaqueline Fabian und Nancy Watt sammeln beim Freiwilligen-Aktionstag im Grugapark Laub. Seit 2011 packen Ehrenamtliche im Frühjahr und Herbst mit an. Foto: STEFAN AREND

Essen.   Zum 14. Mal packen Helfer im Grugapark an, um Unkraut zu jäten oder Wege zu pflastern. Insgesamt gehen bereits 1800 Stunden Arbeit auf ihr Konto.

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Unkraut jäten und die Beete reinigen, Laub fegen oder neue Wege pflastern: In der Gruga sorgten am Wochenende wieder einmal Freiwillige dafür, dass der Park in neuem Glanz erstrahlen kann. Der 14. Freiwilligen-Aktions-Tag bot seinen 24 Teilnehmern viele Möglichkeiten, sich einzubringen. „Wir können hier leichte und mittelschwere Arbeiten verrichten und die Mitarbeiter der Gruga entlasten“, berichtet der Organisator Wolfgang Froese. Die Helfer stärkten sich bei einem gemeinsamen Frühstück für den Tag, organisiert und gesponsert vom Freundeskreis Gruga. Danach ging es zur Sache: „In den drei Gruppen mit jeweils acht Helfern hat jeder eine Aufgabe. Frauen und Männer packen gemeinsam an. Diesmal liegt der Fokus auf dem Jäten von Unkraut. Außerdem wird ein Weg neugestaltet. Eine Gruppe darf also pflastern.“

Der Personalrat musste zustimmen

Dass es im Grugapark einiges zu tun gibt und die Grünanlagen immer mehr verkommen, merkte Wolfgang Froese schnell, als er vor acht Jahren nach Essen zog. „Durch den Stellenabbau der Stadt konnten die wenigen Gärtner die viele Arbeit gar nicht schaffen“, erzählt er. „Also kam mir die Idee, ihnen ein wenig unter die Arme zu greifen.“ Der pensionierte Kommunalbeamte hatte zuvor ein solches Projekt erfolgreich im botanischen Garten der Universität Düsseldorf initiiert. Warum sollte so etwas nicht auch in der Gruga möglich sein, fragte sich Froese. Die Verantwortlichen von Grün und Gruga waren sofort begeistert. Der Personalrat stimmte unter der Bedingung, dass die Freiwilligen ausschließlich zusätzliche Arbeit leisten und keine Gärtner ersetzen, zu. Gemeinsam rief man 2011 den Freiwilligen-Aktionstag ins Leben.

1800 Stunden freiwillige Arbeit seit 2011

Seitdem haben Froese und seine Helfer im Park mehr als 1800 Stunden Arbeit investiert. Viele der Freiwilligen von damals sind auch heute noch dabei. Man kennt sich mittlerweile gut und die Teamarbeit funktioniert reibungslos. „Das Teilnehmerfeld erstreckt sich über alle Altersklassen und Berufsfelder. Vom jungen Handwerker über den Familienvater bis hin zum Rentner sind alle hoch motiviert. Außerdem sind bei jedem Mal neue Engagierte dabei, was mich natürlich besonders freut“, sagt Froese. „Die ehrenamtliche Arbeit ist enorm wichtig und keine Stadt kommt ohne sie aus. Jeder, dem etwas in Essen nicht gefällt, sollte zunächst selbst mit anpacken, bevor er meckert.“

Dass sie es in ihrer Stadt schön haben wollen, ist der Hauptgrund für die vielen Helfer, mitzumachen. Die meisten seien Alt-Essener und sehr bemüht darum, ein schönes Stadtbild mitzugestalten. „Und nicht zuletzt macht es natürlich auch unheimlich Spaß. Wenn man naturverbunden ist, ist das hier genau das Richtige. In Geselligkeit etwas zu bewegen, ist einfach toll“, freut sich Dieter Schikfelder. „Wenn das Ergebnis unserer Arbeit die Leute erfreut, bin ich auch glücklich. Dann brauche ich auch keinen Pfennig dafür!“

Zum Abschluss bei Kaffee und Kuchen konnte sich die Gruppe sicher sein: „Heute haben wir wieder sehr viel geschafft!“ Der nächste Aktions-Tag soll im Herbst stattfinden. „Wann genau, das entscheiden die Pflanzen“, sagt Froese.

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