Drei Fragen an . . .

Essens Feuerwehrchef: Werden Retter angegriffen, ist Schluss

Essens Feuerwehrchef Ulrich Bogdahn.

Foto: Tassos

Essens Feuerwehrchef Ulrich Bogdahn. Foto: Tassos

Essen.   Übergriffe gegen Notärzte auf Rettungswagen hat es in Essen noch nicht gegeben. Aber: Dann wäre der Einsatz beendet, stellt Feuerwehrchef Ulrich Bogdahn klar.

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Körperliche Angriffe auf Sanitäter und Notärzte im Rettungsdienst hat es in Essen noch nicht gegeben, sagt der Feuerwehrchef Ulrich Bogdahn. Aber: „Sollte es zu Übergriffen kommen, ist die Behandlung eines Patienten nicht mehr gewährleistet“, stellt er klar. Sicherheits-Westen, derzeit NRW-weit in der Diskussion, erteilt er eine Absage. Drei Fragen und Antworten.

Herr Bogdahn, warum sind Sie gegen Sicherheits-Westen?

Ulrich Bogdahn: Sie bieten nur Pseudo-Sicherheit. Sie decken nicht den ganzen Körper ab, außerdem behindern sie die Arbeit, zum Beispiel bei Reanimationen, bei denen Retter vollen Körper-Einsatz leisten.

Aber Polizisten ziehen auch manchmal Schutzwesten über.

Bei bestimmten Einsätzen, ja. Notärzte und Sanitäter müssten die Westen rund um die Uhr tragen, 24 Stunden, so lange dauert eine Schicht. Denn das Anziehen für einen einzelnen Einsatz würde zu lange dauern.

Was kann man gegen Aggression gegen Notfall-Helfer tun?

Werden Sanitäter und Notärzte angegriffen, kann eine Versorgung von Opfern und Patienten nicht mehr gewährleistet werden. Dann müssen wir aufhören. An sprachliche Attacken haben wir uns ja schon fast gewöhnt. Es gab auch Silvester vor Jahren schon mal Raketenbeschuss gegen Feuerwehrleute. Das ist alles nicht mehr nachvollziehbar.

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