Fahrrad-Lobby: Bahndamm nicht abreißen

Der Essener Fahrradclub ADFC und die Essener Fahrrad-Initiative Efi werfen den Fraktionen der CDU und SPD eine „kompromisslose Haltung“ bei der künftigen Planung im Eltingviertel vor. Beide Fraktionen favorisieren einen Abriss des Bahndamms und wollen stattdessen den künftigen Radschnellweg RS1 durch Gebäude und über Dächer führen.

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Der Essener Fahrradclub ADFC und die Essener Fahrrad-Initiative Efi werfen den Fraktionen der CDU und SPD eine „kompromisslose Haltung“ bei der künftigen Planung im Eltingviertel vor. Beide Fraktionen favorisieren einen Abriss des Bahndamms und wollen stattdessen den künftigen Radschnellweg RS1 durch Gebäude und über Dächer führen.

ADFC-Sprecher Jörg Brinkmann kritisiert, dass die „Abriegelungswirkung des Bahndamms“ für den Abriss angeführt wird. „Dabei ist es der wesentlich klotzigere Hochhauskomplex am Viehofer Platz, der das Eltingviertel von der Innenstadt abriegelt“, meint Brinkmann. Das Argument, man brauche „Luft und Licht“ für die Öffnung des Eltingviertels, bezeichnet er als völlig absurd. Gerade die von SPD und CDU favorisierte Planung mit den mehrstöckigen Gebäuden werde wie eine Frischluftsperre wirken. Bei einem offen auf dem Bahndamm gebauten Radweg bliebe dagegen aber die Zufuhr von Frischluft gewährleistet.

Auch die Fahrradverbände plädieren dafür, das Eltingviertel städtebaulich aufzuwerten und dies mit dem Radschnellweg zu verknüpfen. Dies könne aber nicht in einem „Hauruck-Verfahren“ geschehen. Zudem müsse noch ein Investor gefunden werden. Um den Radschnellweg RS1, der bis 2020 fertig sein soll, nicht zu gefährden, plädieren ADFC und Efi für eine provisorische Führung über den jetzigen Bahndamm, um später „in aller Ruhe“ eine zukunftsweisende Lösung für das Eltingviertel zu finden.

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