Evag-Fusion

Ex-Evag-Vorstand wird Fusion im Nahverkehr nicht aufhalten

Foto: WAZ

Essen.   WAZ-Redakteur Marcus Schymiczek zur Kritik von Ex-Evag-Chef Wolfgang Meyer am Zusammenschluss von Evag und MVG. Aber was ist, wenn er Recht hat?

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Die Fusion von Evag und MVG ist der dritte Anlauf für eine städteübergreifende Zusammenarbeit Nahverkehr. Das Tempo, das Essen und Mülheim dabei anschlagen, ist atemberaubend. Viel steht auf dem Spiel für OB Thomas Kufen und seinen Mülheimer Amtskollegen Ulrich Scholten.

Für die Oberbürgermeister steht viel auf dem Spiel

Auf der Zielgeraden taucht Wolfgang Meyer auf und gibt den einsamen Mahner. Was treibt den Mann um? Der ehemalige ÖTV-Chef und Evag-Vorstand ist nicht irgendwer. Als Mitgründer und früherer Chef des privaten Bahnbetreibers Abellio hat Meyer sich einst erfolgreich mit der großen Deutschen Bahn angelegt.

Politisch hat Meyer keine Aktien mehr im Spiel. Er ist Unternehmer, berät Kommunen und Unternehmen in Sachen ÖPNV. Auch dort stehen die Zeichen auf Liberalisierung. Will Meyer die Fusion im eigenen Interesse auf den letzten Metern kaputt schießen?

Die OBs werden ihre Unterschrift nicht verweigern

Dafür käme seine Kritik zu spät. Es ist nicht zu erwarten, dass Kufen und Scholten ihre Unterschrift unter den Vertrag verweigern. Bleibt zu hoffen, dass sie Meyers Fragen zufriedenstellend beantworten können und die Fusion hält, was wir Fahrgäste uns versprechen: einen funktionierenden ÖPNV. Andernfalls soll niemand sagen können, er sei nicht gewarnt worden.

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