Milliarden-Geschäft

Essens OB zum Eon-Deal: „Kräfte bündeln, kann sinnvoll sein“

Das Innogy-Logo auf dem Dach des alten RWE-Hochhauses wird wohl genauso verschwinden wie die gesamte Firma. So sehen es die Pläne von Eon vor.

Foto: Christof Köpsel

Das Innogy-Logo auf dem Dach des alten RWE-Hochhauses wird wohl genauso verschwinden wie die gesamte Firma. So sehen es die Pläne von Eon vor.

Essen.   Oberbürgermeister Thomas Kufen ist überzeugt: „Langfristig stärken und sichern RWE und Eon damit den Energie-Standort Essen.“

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Das geplante milliardenschwere Überkreuz-Geschäft zwischen den beiden Energie-Giganten Eon und RWE stößt in der Essener Stadtspitze durchaus auf Verständnis – während andere kommunale Aktionäre den Deal eher mit Skepsis sehen.

So betonte Oberbürgermeister Thomas Kufen am Sonntag auf Nachfrage, die Energiewende stelle alle Akteure vor große Herausforderungen: „In solchen Situationen Kräfte zu bündeln, kann ein sehr sinnvoller Weg sein“ – auch wenn es nun zunächst gelte, die Details zu prüfen und das Okay der zuständigen Gremien wie auch der Kartellbehörden abzuwarten.

„Keine Auswirkungen“ auf den Aktienbesitz der Stadt

Die Grundidee, die Aktivitäten Netz und Vertrieb auf der einen Seite und die Erzeugung auf der anderen Seite zu fokussieren, sei „energiewirtschaftlich nachvollziehbar“, meinte Kufen weiter. Er „begrüße ausdrücklich“, dass RWE schrittweise den Übergang von der Nutzung fossiler Energieträger auf Erneuerbare einleite. „Langfristig – davon bin ich überzeugt – stärken und sichern RWE und Eon damit den Energie-Standort Essen.“

Das Geschäft sieht unter anderem die Eingliederung der Ökostrom-Tochter Innogy bei Eon und eine 16,7-Prozent-Beteiligung von RWE am einstigen Rivalen Eon vor. Auf die Aktienbeteiligung der Stadt Essen am RWE-Konzern habe all dies, so Kufen, „keine Auswirkungen“.

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