Karriere

Essens Ikea-Chefin gibt Studenten Tipps für die Karriere

Susanne Rosendaal wollte „eigentlich gar nicht Chefin werden“, wurde es dann aber doch. Bei Ikea in Essen.

Foto: Socrates Tassos

Susanne Rosendaal wollte „eigentlich gar nicht Chefin werden“, wurde es dann aber doch. Bei Ikea in Essen. Foto: Socrates Tassos

Essen.   Man muss sich selbst gut kennen. Und als Chef auf Augenhöhe bleiben wollen. Susanne Rosendaal, Ikea-Chefin in Essen, sprach vor Studenten.

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Wie kann der Weg nach der Universität aussehen, und was macht eine gute Führungskraft aus? Diese Fragen besprach kürzlich die Geschäftsführerin des Essener Ikea-Hauses, Susanne Rosendaal, mit 25 Studenten der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Duisburg-Essen. Ziel des erstmalig angebotenen Workshops war es, den Studienanfängern einen praxisorientierten Einblick hinter die Kulissen der Arbeitswelt zu geben.

„Es ist es wichtig, die eigene Persönlichkeit zu erforschen und seine Stärken und Schwächen zu kennen“, legte Rosendaal den Studenten nahe. „Es macht einen großen Unterschied bei der Berufswahl, ob jemand lieber zielorientiert mit Zahlen und Fakten arbeitet oder gerne spontan und zieloffen mit kreativen Mustern arbeitet“, erklärte die Geschäftsführerin.

„Ich trage eine Hose, die nicht sitzt“

Die eigenen Werte und Wünsche spielten dabei eine große Rolle: „Wer zum Beispiel in einem modischen Kostüm zur Arbeit gehen möchte, ist bei Ikea falsch. Ich trage eine Jeans-Hose, die nicht sitzt, ein gelbes T-Shirt, das mir nicht steht und unbequeme Sicherheitsschuhe“, erzählte Susanne Rosendaal lachend.

Den Studenten brannte vor allem eine Frage auf der Seele: „Wie haben Sie es geschafft, Geschäftsführerin zu werden?“ Mit ihrer ehrlichen Antwort überraschte sie die Studenten: „Ich habe mir nie vorgestellt, Geschäftsführerin zu werden. Ich empfand die Leute in der Position immer als sehr steif.“

Ein Studium sei nichts für sie gewesen, deshalb habe sie sich für eine praktische Ausbildung zur Schneiderin entschieden. Danach habe sie sich dann Stufe für Stufe hochgearbeitet. „Man braucht nicht den besten Studienabschluss, aber man muss fleißig und authentisch sein.

Seit zwei Jahren Ikea-Chefin

Das Wichtigste ist es, mit den Mitarbeitern auf Augenhöhe zu sprechen, vor allem als Führungskraft,“ erzählte die 52-Jährige. Susanne Rosendaal ist seit knapp zwei Jahren Store-Managerin des Ikea-Einrichtungshauses ist Essen.

Nach ihrer Ausbildung wechselte sie in den Einzelhandel, machte dort eine weitere Ausbildung zur Geschäftsleitung. Bereits mit 24 Jahren war sie für die Einkaufspolitik von 14 Kaufhaus-Filialen verantwortlich.

Die Exkursion wurde organisiert von Thorsten Kimmeskamp, Mentoring-Koordinator der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Universität Duisburg-Essen.

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