Radtour

Essens grüner Norden – erkundet in einer schnellen Radtour

Die Tour führt entlang am Borbecker Mühlenbach, hier noch eine klassische Köttelbecke.

Die Tour führt entlang am Borbecker Mühlenbach, hier noch eine klassische Köttelbecke.

Foto: Knut Vahlensieck

Essen.   Kleingärten, Krupp und Quartiere, die es zu entdecken gilt: Diese kleine Radtour führt Sie in 60 Minuten durch Essens grünen Norden.

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Diese Tour eignet sich sozusagen als perfekte Mini-Runde für zwischendurch – wer sportlich fährt, braucht weniger als 60 Minuten. Die Tour ist nicht an allen Stellen schön, aber mindestens interessant – auch für Leute, die meinen, das meiste in Essen zu kennen!

Los geht’s an der Uni, Trasse „Rheinische Bahn“ Richtung Mülheim; nach wenigen Metern grüßt rechts das Fördergerüst der alten Krupp-Zeche Amalie, links der doppelte Kirchturm von St. Mariä Himmelfahrt in Altendorf. Wussten Sie schon? Am Niederfeldsee gibt es seit wenigen Wochen eine Gastronomie – schon ihr Titel verrät, wer hier Pause machen soll: „Radmosphäre“. Es gibt Getränke, Eiscreme und vieles mehr.

Einladende Grünzüge, großteils liebevoll gepflegt

Wir biegen aber ab in Richtung Borbeck und verlassen die Trasse, um in die Kleine Buschstraße einzubiegen: Gesäumt von Kastanien in schönstem Maigrün, entdecken wir rechts ein umgenutztes Bahnhofsgebäude von 1874, jetzt privat bewohnt, inmitten von Kleingärten: Hier residiert der KGV Altendorf, und unsere Tour zeigt, wie wichtig das gesamte Kleingartenwesen besonders für den Norden der Stadt ist – einladende Grünzüge, großteils liebevoll gepflegt, in denen jetzt Tulpen blühen – und mehr. Wir fahren weiter geradeaus, bis wir den Borbecker Mühlenbach erreichen, hier noch eine Köttelbecke im Betonbett, die auf ihre Renaturierung wartet.

Ein Stück der Tour führt unvermeidlich über die Bocholder Straße

Wir fahren Richtung Osten den Bach entlang, bis die Straße Bergmühle kommt und wir unvermeidlicherweise zur Bocholder Straße gelangen – der wenig schöne Teil dieser Route. Hier darf man den Bürgersteig befahren, weiter die Friedrich-Lange-Straße entlang, bis zur Kreuzung Bottroper – gegenüber vom Imbiss „KFC“ gibt es einen völlig unscheinbaren Eingang in ein Birkenwäldchen. Ja, auch das ist Essen: Die Natur an den Rand gedrängt, es dominieren die Ausfallstraßen, Schrottplätze, Gebrauchtwagenhändler. Schnell ‘rein in den Birkenwald zu Essens wohl kuriosester Skulptur: Ein goldenes Croissant, wirklich wahr, es thront auf einem orangefarbenem Pfahl.

Ob dies eine Pilgerstätte für Fans von Butterhörnchen ist? Man weiß es nicht! Aber: Wir umfahren hier gerade das riesige Gewerbegebiet M1, dort sitzt der Essener Bäcker Peter – und der hat um die Jahrtausendwende das goldene Hörnchen gestiftet. Im Boden liegen übrigens noch viele Gleise – ja, hier war Krupp, „M1“ stand für die riesige Maschinenhalle gleichen Namens, Anfang der Neunziger in ein Gewerbegebiet umgewandelt. Ein Weg umrundet das Gelände, wir kommen auf der Bäuminghausstraße aus und biegen rechts ab in die Erbslöhstraße, hier sitzt der Kleingartenverein Stoppenberg. Die Tour geht weiter über die Gladbecker Straße, Ellernplatz, Ellernstraße, zurück auf die Altenessener Straße rechts rein.

Altenessener? Ja, die ist hier Fahrradstraße, gut zu fahren, und links erschließt sich ein städtebauliches Juwel – das Eltingviertel. Sehenswerte Fassaden, hier zeigt sich, welche Pracht zwischen den Ausfallstraßen im Norden liegt. Am Ende der Altenessener schließt sich links das neue Uni-Quartier an, ein neues Vorzeigeviertel – auch sehenswert. So grün ist es nördlich der A40, mit dem Rad bestens zu erfahren.

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