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Essenerin zeigt auf Messe Euro Teddy ihre Teddy-Kreationen

Mit Liebe gemacht: Sabine Fuhrländer arbeitet inmitten ihrer Teddys an einem neuen Plüschpetz – zu bestaunen am Wochenende in Essen.

Mit Liebe gemacht: Sabine Fuhrländer arbeitet inmitten ihrer Teddys an einem neuen Plüschpetz – zu bestaunen am Wochenende in Essen.

Foto: Lars Heidrich

Essen.  Sabine Fuhrländer bastelt seit 15 Jahren ihre eigenen Teddy-Bären. Am Wochenende ist sie auf der Messe Euro Teddy in Essen mit einem Stand dabei.

Sabine Fuhrländer weiß es recht präzise, wann sie ihren ersten Teddy bekam: „Ich war ein Jahr und drei Monate alt, als ihn mir meine Oma schenkte – sie hatte ihn auf der Kirmes gekauft.“ Gut ein halbes Jahrhundert später macht der Bär vom Rummel einen arg ramponierten Eindruck.

Die Essenerin liebt ihren einäugigen und kahlen Teddybären dennoch genauso wie er ist – und das obwohl sie ihn leicht reparieren könnte. Denn: Sabine Fuhrländer fertigt seit langem selbst Teddys an. Entsprechend ist sie natürlich mit dabei, wenn am Wochenende Liebhaber und Hersteller der plüschigen Pelze in ihre Heimatstadt strömen.

Eigener Stand auf der Messe Euro Teddy

„Euro Teddy“ heißt das Event, das die Herzen der Kuscheltier-Fans höher schlagen lässt. Auch Sabine Fuhrländer ist in der Messe Essen mit einem Stand vertreten und bietet ihre Bären an. „Rund 30 habe ich mit am Stand, mal sehen wie viele ich verkaufe“, sagt die 52-Jährige. Was ihr bleibt, ist ein Foto und die „Geburtsurkunde“ jedes verkauften Bären – gehütet in einem Album. Und 40 bis 80 Euro pro Petz, je nach Größe und Material.

Spezialität der Essenerin, die ihre Plüschtiere unter dem Label „Sa Fu Bären“ verkauft, sind neuerdings „bärige“ Handwerker. Sogar einen Teddy mit Kettensäge hat sie im Programm – inspiriert vom Job ihres Mannes, der als Landschaftsgärtner arbeitet.

Eine Bastelpackung bekommt man für 20 Euro

Für ca. 20 Euro bekommt man bei „Sa Fu“ auch eine Bastelpackung: „Da ist alles drin, was man braucht, um seinen eigenen Teddy zu nähen, inklusive Schnittmuster und Anleitung.“ Mit so einer Packung fand auch Sabine Fuhrländer zu ihrem Hobby: „Mit 16 Jahren hab ich meinen ersten Teddy gebastelt“, erinnert sie sich, „dann hatten erstmal Ausbildung und Beruf Vorrang.“

Doch der Spaß ging nicht verloren, seit 15 Jahren ist er Ausgleich zum Beruf als Postbotin. Ganz billig ist das Steckenpferd nicht: Wer etwas auf sich hält, kleidet seine Bären in Plüsch aus Mohair. Die Textilfaser aus dem Haar der Angoraziege gilt als der Stoff, aus dem die Teddys sind – ist aber teuer: „Ein Meter Langhaar-Mohair kostet über 300 Euro,“ weiß Sabine Fuhrländer.

Ein Meter Langhaar-Mohair kostet über 300 Euro

Natürlich geht es auch billiger: „Man kann Teddys praktisch aus jedem Stoff nähen“. Dennoch tragen die meisten „Sa Fu Bären“ das Etikett „Original Schulte Mohair“ – Qualitätslabel einer Traditionsmarke aus Duisburg (siehe „Schon gewusst?“).

Doch was zeichnet einen Teddybären noch aus? Woran erkennt der „Euro Teddy“-Besucher: „Das ist der richtige für mich“? Sabine Fuhrländer weiß es: „Der Bär muss den Käufer in der ersten Sekunde ansprechen, er muss sagen: ,Nimm mich mit!’.“ Es sei ihr zu wünschen, dass sich ihre Kollektion beim „Euro Teddy“-Publikum als gesprächig erweist.

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