Essener Tafel

Essener Tafel-Chef Jörg Sartor schimpft über „Sozialfuzzis“

Schimpft über „Sozialfuzzis“ in den Tafel-Verbänden: Jörg Sartor, Chef der Essener Tafel.

Schimpft über „Sozialfuzzis“ in den Tafel-Verbänden: Jörg Sartor, Chef der Essener Tafel.

Foto: Roland Weihrauch

Essen.  Der Chef der Essener Tafel hat sich aus dem Tafel-Landesverband zurückgezogen. Er habe sich zu sehr über unfaire Kritik mancher Kollegen geärgert

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Jörg Sartor, als Chef der Essener Tafel im Februar dieses Jahres zur nationalen Berühmtheit geworden, hat sich im Juli aus dem von ihm mitgegründeten NRW-Landesverband der Tafeln zurückgezogen. Das berichtet die Welt am Sonntag. Der 62-Jährige erklärte, er habe nicht vergessen können, dass einige im Landesverband ihn mit unfairer Kritik überzogen hätten, als er wegen der zeitweisen Sperrung der Essener Tafel für ausländische Neukunden bundesweit in die Kritik geraten war.

Zudem halte er wenig von der Sozialkritik, die für viele Tafel-Betreiber Teil ihres Selbstverständnisses sei. So lehne er die These ab, dass ohne die Tafeln Menschen hungern müssten. „Ich halte das für eine völlig falsche Aussage. Ohne uns verhungert doch keiner.“

Von überregionalen Tafel-Kongressen und ähnlichen Veranstaltungen halte sich die Essener Tafel bewusst fern. „Da sind diese ganzen Sozialfuzzis, die mich damals auch so kritisiert haben“, schimpft Sartor. Der Anteil von Ausländern unter den Lebensmittelbeziehern der Essener Tafel liege derzeit bei 50 Prozent.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (53) Kommentar schreiben