Soziales

Essener Stiftung schenkt Kindern in Not neue Familien

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Die Kitas der Stiftung Glaubens- und Lebenshilfe führten zum Jubiläum zwei Zirkus-Galas auf.

Die Kitas der Stiftung Glaubens- und Lebenshilfe führten zum Jubiläum zwei Zirkus-Galas auf.

Foto: Stiftung

Essen.  Eine Essener Stiftung bietet ein besonderes Familienmodell: In Kinderhäusern leben Eltern mit leiblichen und Pflegekindern unter einem Dach.

Sie haben sich um Drogenabhängige gekümmert, Kitas gegründet, Familien und Flüchtlinge betreut: Seit 50 Jahren stehen die Mitarbeiter der Stiftung Glaubens- und Lebenshilfe schwachen, gefährdeten und besonders verletzlichen Menschen zur Seite. Seit der Gründung im Jahr 1973 habe man sich zu einem Träger entwickelt, der hauptsächlich in Essen und Umgebung aktiv sei, heißt es zum Jubiläum.

Vor einem halben Jahrhundert gründeten sie als erstes eine Wohn- und Lebensgemeinschaft für junge, benachteiligte Menschen. Es folgte der Kinderhausverbund, der bis heute besteht: In drei Kinderhäusern in verschiedenen Essener Stadtteilen leben Familien unter einem Dach, die neben den leiblichen Kindern Pflegekinder aufnehmen. Die Mütter sind etwa Erzieherinnen oder Sozialpädagoginnen und als Fachkräfte angestellt. Auch die Väter sind neben- oder hauptberuflich in die Kinderhausarbeit eingebunden. Das besondere Familienmodell firmiert offiziell als „Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft” und ist vom Landesjugendamt Rheinland als Jugendhilfeeinrichtung anerkannt.

Gründer wollten sich um Menschen am Rande der Gesellschaft kümmern

„Den Gründern und ersten Mitarbeitern war es ein Anliegen, sich um Menschen zu kümmern, die am Rande der Gesellschaft stehen und geringe Perspektiven für ihr Leben haben“, sagt die Stiftung Glauben- und Lebenshilfe, die seit ihrer Gründung im Essener Nordwesten beheimatet ist. Hier sind auch ihre Kindertagesstätten angesiedelt, zum Beispiel die „Königskinder“ in Altendorf oder die „Kleine Arche“ in Frohnhausen. Neben der Kinder- und Jugendhilfe ist das zweite wichtige Standbein die Altenhilfe. Zudem gibt es unter dem Dach der Stiftung Beratungsstellen, Seminarhäuser, Auslandshilfen sowie eine Sucht- und Gefangenenhilfe.

Als christliches Sozialwerk ist die Stiftung heute ein fester Bestandteil innerhalb der diakonischen Träger in Essen, sie gehört dem Spitzenverband Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe an und beschäftigt rund 160 Mitarbeiter. Dazu engagieren sich in den spendenfinanzierten Arbeitsbereichen gut 80 Ehrenamtliche.

Kinder rückten mit ihren Zirkus-Galas in den Mittelpunkt

Ihr Jubiläum hat die Stiftung im September mit einem Festwochenende gefeiert. Zum Empfang in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Altendorf kamen Wegbegleiter, Partner und Vertreter aus Kommune und Land; Oberbürgermeister Thomas Kufen und Diakoniepfarrer Andreas Müller sprachen Grußworte. Ein Zirkuszelt auf der Sommerwiese an der Helenenstraße wurde zur Bühne für Musik und Kabarett, die Kinder aus den drei Stiftungs-Kitas zeigten zwei Zirkus-Galas und rückten so – ganz im Stiftungs-Sinne – in den Mittelpunkt der Feier.

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