Blaulicht

Essener Seniorin zeigt sich bei Raubüberfall wehrhaft

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Einbrecher nutzen Schwachstellen im Haus, wie etwa auf Kipp stehende Fenster, zum Einstieg (Symbolfoto).

Einbrecher nutzen Schwachstellen im Haus, wie etwa auf Kipp stehende Fenster, zum Einstieg (Symbolfoto).

Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Essen-Werden.  Die 71-jährige Bewohnerin eines Hauses in Essen-Werden zeigte sich Räubern gegenüber wehrhaft: Bei ihrer Flucht demolierten die Täter einiges.

Damit hatten Einbrecher in Essen-Werden nicht gerechnet, als sie im Schutze der Dunkelheit in ein Haus eindrangen, um Beute zu machen: Die Bewohnerin, eine 71 Jahre alte Frau, war durch den Lärm aufgewacht und überraschte die Täter, als sie gerade einen schweren Safe aus der Wand brachen. Es kam laut Polizei zu einem Gerangel, bei dem die Seniorin leicht verletzt wurde.

Einbrecher kamen über ein auf Kipp stehendes Fenster ins Haus

Die Einbrecher flüchteten samt Safe auf das Nachbargrundstück, wobei die immerhin 50 Kilo schwere Beute auf ein dort abgestelltes Auto fiel und es demolierte. Die Täter setzten jedoch unbeirrt ihre Flucht durch den Stadtteil Werden fort. Das Raubdezernat habe inzwischen die Ermittlungen aufgenommen, teilt Polizeisprecher Pascal Schwarz-Pettinato auf Anfrage dieser Redaktion mit.

Dabei seien auch Beobachtungen von möglichen Zeugen der Tat gefragt: Der Raub ereignete sich am Abend des 19. November gegen 20.45 Uhr. Die Täter kletterten an der Fassade des Hauses hoch und gelangten durch ein auf Kipp gestelltes Fenster im ersten Stock ins Haus. Im Erdgeschoss machten sie sich dann am Safe zu schaffen. „Sie sind eingebrochen, obwohl das Außenlicht an war, Esszimmer und Küche voll beleuchtet waren, der Fernseher lief nicht zu leise und die Kerzen brannten auf dem Tisch“, schildert die geschockte Betroffene das Geschehen in einer Werdener Facebook-Gruppe: „Absolut ein Erlebnis, was man nicht braucht.“

Polizei rät: Sicheren Ort aufsuchen und Notruf 110 wählen

„Ein absoluter Ausnahmefall“, sagt auch Polizeisprecher Schwarz-Pettinato. Ähnliche Vorfälle habe es im Essener Stadtgebiet in jüngster Zeit nicht gegeben. „Wenn Einbrecher auf Bewohner treffen, sind sie in der Regel selbst überrascht und suchen so schnell wie möglich das Weite.“ Dass sich die Seniorin den Räubern in den Weg stellte, sei ihr sicherlich nicht vorzuwerfen, allerdings habe sie sich damit schon in eine gewisse Gefahr gebracht.

„Idealerweise sollte man, wenn man einen Einbruch bei sich bemerkt, einen sicheren Ort aufsuchen und den Notruf der Polizei verständigen.“ Konfrontationen mit den Tätern seien zu vermeiden, besser sei es, keine Gegenwehr zu leisten, sondern die Täter ziehen zu lassen, um mögliche Verletzungen zu vermeiden. „Wichtiger ist es, gesund zu bleiben“, betont Polizeisprecher Pascal Schwarz-Pettinato.

Zum Einbruchsschutz informiert die Polizei hier.

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