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NRW-Polizei darf Bewerbern keine Mindestgröße vorschreiben

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat der Klage eines Essener Polizeibewerbers Recht gegeben.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat der Klage eines Essener Polizeibewerbers Recht gegeben. Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen/ Münster.  Ein Essener Polizeibewerber hat vor dem Oberverwaltungsgericht Münster erfolgreich gegen seine Ablehnung wegen Mindestkörpergröße geklagt.

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Ein Essener Polizeibewerber ist mit seiner Klage vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster erfolgreich gewesen. Der 32-Jährige hatte gegen die Mindestgröße für männliche Polizisten von 1,68 Meter geklagt.

Der 1,66 Meter große Mann hatte sich für eine Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten beworden. Mit Hinweis auf seine Körpergröße wurde er abgelehnt, deshalb zog er vor Gericht. Das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen gab ihm am Donnerstagvormittag Recht und erklärte gleichzeitig den Erlass des nordrhein-westfälischen Innenministeriums für rechtswidrig.

Der Richter begründete seine Entscheidung mit dem Grundgesetz, dass einzig und allein fachliche Leistungen für den Zugang zum Beamtenverhältnis entscheidend sein dürfen.

Der Klage des Esseners hatte zuvor schon das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen stattgegeben. Daraufhin legte das Land Berufung ein. Dem Oberverwaltungsgericht liegen noch Klagen von einem männlichen und fünf weiblichen Polizeibewerbern vor, die wegen ihrer Körpergröße abgelehnt worden sind.

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