RTL-Superhändler

Essener pokert bei den RTL-Superhändlern mit

Der Essener Superhändler: Markus Siepmann mischt in der neuen RTL-Sendung mit, zurzeit wird von montags bis freitags in den Ufa-Studios in Berlin-Adlershof gedreht

Der Essener Superhändler: Markus Siepmann mischt in der neuen RTL-Sendung mit, zurzeit wird von montags bis freitags in den Ufa-Studios in Berlin-Adlershof gedreht

Foto: Andreas Friese/RTL

Essen.   Markus Siepmann aus Rüttenscheid und Inhaber von Antiquitätengeschäften tritt jetzt nachmittags um 14 Uhr beim Privatsender RTL als Händler auf.

RTL macht dem beliebten ZDF-Trödel-Format „Bares für Rares“ jetzt Konkurrenz. Der Privatsender schickt die „Superhändler“ ins Rennen um die Publikumsgunst. Einer der vier Superhändler ist ein Essener: Markus Siepmann (53), ein erfahrener Antiquitäten- und Trödelhändler aus Rüttenscheid. „Seine Taktik ist, keine zu haben“, sagt RTL über seinen Superhändler.

Bei „Bares für Rares“ mit Starkoch Horst Lichter bieten die Händler parallel. Die Superhändler von RTL hingegen geben jeweils in einem eigenen Raum ein Gebot ab. Der Verkäufer kann sich dann entscheiden, ob er das Angebot annimmt oder ein Zimmer weiter zum nächsten Superhändler zieht.

Am Montag lief die Premierensendung, weitere 89 Folgen seien bestellt, berichtet Markus Siepmann. „Wir drehen täglich eine Folge.“

Täglich eine Produktion in Berlin-Adlershof

Als wir den Essener Superhändler am Set auf dem Ufa-Gelände in Berlin-Adlershof („Anne Will“, Hart aber fair“) in einer Drehpause telefonisch erreichen, wirkt er tiefenentspannt.

Jeden Tag von 8 bis 18 Uhr werde produziert, nach zehn Stunden sei eine neue Folge im Kasten. So unterschiedlich die Kandidaten sind: Die Superhändler haben nur ein einziges Ziel. „Wir wollen die Kandidaten von ihren hohen Vorstellungen runterholen“, sagt Siepmann. Seinen Standardspruch an die Kandidaten benutzt er auch in seinen Essener Geschäften. „Wenn du so viel verlangst, musst du einen Laden drum herum bauen.“

Die Geschäfte in Rüttenscheid und Holsterhausen sind seit bald dreißig Jahren sein festes Standbein, der neue TV-Job als Superhändler ist für ihn ein willkommenes Zubrot. Sein erstes Geschäft hat Siepmann im Juli 1989 mit dreiundzwanzig auf der Holzstraße nahe dem Viehofer Platz eröffnet. Heute betreibt der 53-Jährige auf der Eleonorastraße das Antiquitätengeschäft „Rumpelstilzchen“ und „Rumpelstilzchens Trödelhalle“ auf der Kahrstraße. Hinzu komme der Showroom auf der Rü.

Konkurrenten in der Sendung, danach prima Klima

Die Restauration alter Möbel hat Siepmann von der Pike auf gelernt. „Ich bin gelernter Schreiner, habe im Drechslereibetrieb Schender in Borbeck gelernt.“ Wenn es um antike Möbel aus der Gründerzeit, um Jugendstil und Art déco geht, macht ihm so schnell keiner was vor.

Der stete Wechsel vom Antiquitätengeschäft ins Scheinwerferlicht des Fernsehstudios bereitet dem Essener keinerlei Probleme. Schon seit Jahren mischt er in verschiedenen TV-Formaten mit: mal bei „Handeln, Bieten, Kaufen“ auf Kabel 1, dann im Flohmarkt-Duell beim WDR oder beim selben Sender im „Tauschduell“ mit Susann Link.

Und jetzt will der Essener als RTL-Superhändler zeigen, dass er nicht nur etwas von restaurierten Möbeln versteht, sondern auch ein abgezocktes Pokerface ist. Zu den anderen drei Superhändlern hat Siepmann ein gutes Verhältnis. „Wir sind in der Sendung natürlich alle Konkurrenten, da wird dann mit allen Tricks gefeilscht, aber danach verstehen wir uns prima.“

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