Neujahr

Essener Neujahrsbaby kommt um kurz nach Mitternacht zur Welt

Eine stolze Familie: Während ihre Eltern Ceylan und Mesut Cetinkaya, ihre Oma Gülzade Cetinkaya und ihre Schwestern Mira (oben) und Ceyda um die Wette strahlen, gönnt sich Neujahrsbaby Minel ein kleines Päusche.Foto:Socrates Tassos

Eine stolze Familie: Während ihre Eltern Ceylan und Mesut Cetinkaya, ihre Oma Gülzade Cetinkaya und ihre Schwestern Mira (oben) und Ceyda um die Wette strahlen, gönnt sich Neujahrsbaby Minel ein kleines Päusche.Foto:Socrates Tassos

Essen.   Bereits um kurz nach Mitternacht läutet die kleine Minel den Baby-Boom des Neujahrstages im Alfried-Krupp-Krankenhaus in Rüttenscheid ein.

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So etwas nennt man dann wohl eine „Punktlandung“. Die Böller und Raketen, mit denen viele Menschen traditionell das neue Jahr begrüßen, hatten gerade erst so richtig Fahrt aufgenommen und waren noch weithin zu sehen und auch zu hören, als Ceylan und Metin Cetinkaya im Rüttenscheider Alfried-Krupp-Krankenhaus einen weiteren Grund zum Feiern hatten. Am späten Abend bereits hatte sich das dritte Kind der beiden Frohnhauser entschlossen angekündigt, um kurz nach Mitternacht war es dann geschafft: 0.02 Uhr notierte die Geburtshilfeabteilung, als Minel Cetinkaya auf der Welt war. Fröhliches neues Baby, frohes neues Jahr.

„50 Zentimeter groß und 3205 Gramm schwer. Ein recht zartes Mädchen“, strahlte Ceylan Cetinkaya, die Mama. Und auch der Herr Papa, die Schwestern Ceyda und Mira und Oma Gülzade Cetinkaya platzten natürlich fast vor Stolz. Sehr verständlich, denn die junge Dame mit den pechschwarzen Haaren hatte offensichtlich schon kurze Zeit nach ihrer Geburt großen Spaß an der für sie schönen, neuen Welt.

Schwestern sind besonders stolz

Eigentlich hatte der Frauenarzt ja den 2. Weihnachtstag als Geburtstermin ausgerechnet, das passte Klein-Minel aber wohl nicht so gut in den Kram. So ließ sie sich noch einige Tage Zeit, drückte dann jedoch mächtig aufs Tempo und ließ Hebammen, Schwestern und Ärzten nicht einmal Zeit, wenigstens kurz mit Kaffee oder Kinderpunsch aufs neue Jahr anzustoßen . . .

Innerhalb von knapp anderthalb Stunden war das kleine Mädchen da und läutete damit gleich am ersten Tag des Jahres einen durchaus ungewöhnlichen Baby-Boom im Rüttenscheider Kreißsaal ein. Denn allein im Laufe der folgenden Stunden folgten noch gleich drei weitere Geburten, und zwei Babys standen immerhin kurz davor, ebenfalls am 1. Januar auf die Welt zu kommen.

Alter Brauch: Süßes für die Gäste

„Da wird ja nun jeder Geburtstag von ihr mit Raketen und Böllern groß angekündigt“, scherzten die Eltern, beide 36 und beide alte Frohnhauser. „Die Geburt war irgendwie schon der Knaller, denn durch ein Kreißsaal-Fenster konnten wir währenddessen sogar Silvesterraketen am Himmel sehen.“

Als sich am Nachmittag die neue Lebenssituation schon ein wenig eingespielt hatte, da gab’s für alle Gäste Pralinen und andere Leckereien. „Das ist so Sitte in der Türkei. Wenn ein Baby auf die Welt kommt, dann gibt’s etwas Süßes.“

In zwei, drei Tagen geht’s nun wieder nach Hause an die Giesebrechtstraße. Und vor allem die beiden kleinen Mädchen sind schon sehr gespannt, wie das mit dem neuen Familienmitglied so hinhauen wird. Von Eifersucht aber keine Spur, denn die siebenjährige Ceyda und ihre dreijährige Schwester Mira, die beide ebenfalls im Krupp-Krankenhaus geboren wurden, kümmerten sich bereits am Wochenbett der Mama nahezu rührend um die kleine Minel. Nur ein Satz der Mama irritierte etwas. „Seht, Minel hat Haare, die hattet ihr damals beide nicht.“

„Was? Wir hatten eine Glatze?“

>>1041 GEBURTEN BEDEUTEN EINEN REKORD

Die um zwei Minuten nach Mitternacht geborene Minel
Cetinkaya ist das erste Baby des Jahres 2019 im Alfried-Krupp-Krankenhaus und sehr wahrscheinlich auch das erste Essener Kind des neuen Jahres. Wie viele in Rüttenscheid noch folgen werden, weiß heute natürlich niemand, fest aber steht schon: Im vergangenen Jahr stellte die Geburtshilfeabteilung der Klinik einen neuen internen Rekord auf. Insgesamt 1041 Kinder kamen in der Abteilung von Chefärztin Prof. Dr. Regine Gätje auf die Welt, so viele wie noch nie. „In gewisser Weise haben wir damit eine Schallmauer durchbrochen“, freut sich auch der Leitende Oberarzt, Dr. Igor Milićević. Für ein Haus ohne direkten Anschluss an eine Kinderklinik seien über 1000 Geburten in einem Jahr außergewöhnlich viel.

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