AfD und Linke

Essener Linken-Ratsherr Freye kassiert Anzeige von der AfD

Wolfgang Freye hat Ärger mit der AfD.

Wolfgang Freye hat Ärger mit der AfD.

Foto: Socrates Tassos

Essen.  In der RVR-Verbandsversammlung, wo Wolfgang Freye Fraktionschef ist, sprach er in einer Rede von „Rassisten von der AfD“. Vorladung der Polizei.

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Der Essener Linken-Ratsherr Wolfgang Freye hat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Linken-Fraktion im Regionalverband Ruhr (RVR) Ärger mit der AfD. In der Begründung eines Antrages zum Haushalt des RVR hatte Freye am 9. Dezember 2016 in der Verbandsversammlung des RVR gesagt, der Antrag sei auch wichtig, Zitat, „um den Rassisten von der AfD Einhalt zu gebieten“.

Dafür kassierte Freye nun eine Strafanzeige von der AfD, auch eine Vorladung bei der Polizei habe er bereits erhalten. In seinem Antrag ging es um die Erarbeitung einer Studie zu Integrationskonzepten für Flüchtlinge im Ruhrgebiet.

Linken-Ratsherr nimmt Anzeige gelassen

Freye ist sich keiner Schuld bewusst. Die AfD rechtfertige mit dem Satz „Das wird man ja wohl mal sagen dürfen...“ aus Freyes Sicht Beleidigungen und Unterstellungen, etwa gegen Flüchtlinge. „Und wenn man sie selbst kritisiert, stellt sie Strafanzeige“, empört er sich. Dabei sei seine Aussage „ja eher eine Tatsachenbehauptung“. Wissenschaftler hätten nachgewiesen, dass die AfD in ihren Reihen etliche Politiker habe, die bewusst rassistisches Gedankengut verbreiteten. „Und auch wesentliche Passagen des AfD-Programms kann man nur als rassistisch kennzeichnen.“

Er sehe der Anzeige und den polizeilichen Ermittlungen daher gelassen entgegen, so Freye.

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