Essener Lichtwochen

Essener Lichtwochen eröffnet und „Light Festival“ beendet

Ein erleuchtetes Reh vor dem Grillotheater

Ein erleuchtetes Reh vor dem Grillotheater

Foto: Vladimir Wegener

Essen.  Am Sonntag gingen die Lichter an: Bis Januar strahlen die Lichtwochen. Zuvor war das „Light Festival“ mit rührenden Szenen zu Ende gegangen.

Die 69. Lichtwochen sind am Sonntagabend in der Innenstadt eröffnet worden. Vorher gab es 14 Tage lang das „Essen Light Festival“, das am Abend mit einem Feuerwerk zu Ende ging, Tagsüber waren am Sonntag in der Innenstadt die Geschäfte geöffnet – in adventlicher Atmosphäre, auch wenn Weihnachtseinkäufe offenbar noch keine große Rolle spielen.

Lichtwochen, Light Festival, offene Geschäfte, und das Riesenrad am Burgplatz steht auch schon, obwohl der Weihnachtsmarkt erst am 16. November eröffnet. Blickt noch jemand durch? Durchaus, aber machen wir mal der Reihe nach.

Einkäufer kamen aus ganz NRW

Schon am Nachmittag war die Innenstadt gut gefüllt, die Menschen trugen dick gefüllte Einkaufstaschen nach Hause. Antonio Lukas (46) ist mit Freunden extra aus Aachen gekommen: „Parfum, ein Pulli und Kaffee-Kapseln“ hat er in der Galeria Kaufhof erstanden, „für Weihnachtsgeschenke ist es aber definitv zu früh.“ Das sieht auch Ursula Bone aus Gescher im Münsterland so, die sich nach einer Ski-Jacke für den Winterurlaub umsehen will. „Ich war schon letzten Sonntag hier, aber da war nur in Kettwig geöffnet. Wir hatten uns im Termin vertan.“

So schön war das Essener Light-Festival

Bis zum 03. November konnten sich die Besucher des "Essen Light Festival" über spektakuläre 3D-Videomappings an markanten Gebäuden, moderne Lichtinszenierungen und beeindruckende Lichtinstallationen von internationalen und lokalen Künstlern freuen.
So schön war das Essener Light-Festival

Es sind am Nachmittag zwölf Grad Lufttemperatur, den Himmel bedecken graue Wolken, doch der erste Glühwein des Jahres schmeckt schon: „Den kann man jetzt gut trinken“, findet Jürgen Marx, der mit seiner Kollegin Michaela Gut am Stehtisch eines Getränke-Standes am Rand der Kettwiger Straße eine Einkaufs-Pause macht. Was ist denn in ihren Tüten? Schon die ersten Weihnachtsgeschenke? „Keineswegs, alles nur für den eigenen Bedarf“, sagen die beiden. Der Glühwein kostet in diesem Jahr übrigens 3,50 Euro. Das sind 50 Cent mehr als im letzten Jahr. Es sind noch zwei Wochen, dann eröffnet der Weihnachtsmarkt, und in der Innenstadt stehen schon viele Holzbuden.

Ein Feuerwerk zum Ende des „Light Festivals“

Entsprechend gab es mangels Platz ein Feuerwerk zum Ende des „Light Festivals“ und zum Beginn der Lichtwochen am Rande der Innenstadt über der „Grünen Mitte“ an der künftigen Zentrale der Funke Mediengruppe.

Zu den spektakulärsten Installationen des „Light Festivals“ zählte ein von innen beleuchteter Mond, der vor der Lichtburg über der Kettwiger Straße hing. Fast ergreifend war die Szene am späten Sonntagnachmittag, als Bürger zu leichter Musik auf dem Asphalt tanzten, animiert von Folkwang-Studenten. Selten hat man so friedliche Szenen in der Innenstadt gesehen.

Und dann zählten gegen sechs Uhr am Abend Bürgermeister Rudolf Jelinek, Dietmar Groppe von der Essen Marketing GmbH und Rainer Hegmann vom Sponsor Innogy gemeinsam mit vielen hundert Schaulustigen von zehn auf null herunter, drückten einen roten Knopf – und die Stadt fing an zu strahlen. „Die Lichtwochen sind sehr vielen Bürgern ans Herz gewachsen“, konstatierte Jelinek. Die vielen „Aaahs“ und „Ooohs“ bestätigten ihn.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben