Umweltschutz

Essener Laden möchte ein Leben ohne Plastik ermöglichen

Geschäftsführerin Helena Mohr (l.) und Beraterin Anika Piorr zeigen eine Auswahl ihrer plastikfreien Produkte: Beutel mit „von Grünstadt“-Logo, Dosen aus Birkenrinde und Trinkflaschen, präsentiert in einer Weinkiste.

Geschäftsführerin Helena Mohr (l.) und Beraterin Anika Piorr zeigen eine Auswahl ihrer plastikfreien Produkte: Beutel mit „von Grünstadt“-Logo, Dosen aus Birkenrinde und Trinkflaschen, präsentiert in einer Weinkiste.

Foto: Christof Köpsel

Essen-Südviertel.   Bei „von Grünstadt“ im Südviertel gibt es Waren, die den Alltag grüner machen. Zum Beispiel Behälter aus Rinde und Putzmittel zum Selbstabfüllen.

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Plastik kommt Helena Mohr nicht in die Tüte. Käme es selbst dann nicht, wenn diese Tüte aus Papier wäre oder aus Jute. Das gehört zum Konzept ihres neuen Ladens. Der heißt „von Grünstadt“ und soll alles für ein nachhaltiges, umweltbewusstes und obendrein stilvolles Leben bieten. Ohne Plastik, dafür für ein reines ökologisches Gewissen. Am Donnerstag, 17. Mai, will die 32-Jährige ihr Geschäft im Südviertel eröffnen. Bis dahin wird sie einiges zu tun haben, denn noch sind die meisten Regale leer.

Im Lager warten Haushaltswaren wie Behälter, Trinkflaschen, Gläser und Reinigungsmittel darauf, endlich ausgepackt und eingeräumt zu werden. Ein Handwerkertermin, der noch Staub und Putz rieseln lassen dürfte, ist dazwischengekommen. „Aber der Zeitplan steht“, sagt die Geschäftsführerin. Einige Wochen hat sie nun den ehemaligen Friseurladen nahe dem Isenbergplatz renoviert und mit viel Holz und Liebe herausgeputzt. 160 Weinkisten von einem Winzer aus der Pfalz dienen künftig als Regale für Produkte, die dem Kunden „ein etwas grüneres Leben ermöglichen sollen“, wie es Anika Piorr ausdrückt. Sie ist schon seit Jahren Nachbarin und gute Freundin der Geschäftsführerin und hat Helena Mohr bei der Planung zur Seite gestanden.

„Grüne Hauptstadt“ habe eine neue Dekade eingeläutet

Außerdem dient sie als gutes Vorbild für ökologisch wertvolle Ideen: „Ich komme mit zwei Putzmitteln aus, mit Scheuermittel und Essigreiniger“, sagt sie. Solche Dinge soll es bei „von Grünstadt“ geben, und zwar zum Selbstabfüllen. Behälter können mitgebracht oder hier gekauft werden. Als eines der ersten Produkte hat es die plastikfreie Alternative zur Tupperware schon jetzt in die Regale geschafft: Dosen aus Birkenrinde, ohne Leim, dafür gewickelt und gesteckt, „ideal für Zucker und Salz“, sagt Helena Mohr, die einen Bürojob aufgegeben hat, um ihren Traum zu verwirklichen, von dem sie hofft, dass er in Essen gut ankommt: „Mit der grünen Hauptstadt ist hier eine grüne Dekade eingeläutet worden. In dieses Konzept passt der Laden perfekt.“

Am Donnerstag, 17. Mai, gibt es ab 12 Uhr Häppchen und Sekt zur Eröffnung. OB Thomas Kufen musste absagen, „aber vielleicht lässt er sich ja trotzdem mal blicken“, hofft die Geschäftsführerin. Einen Kaffee kann sie ihm – und jedem anderen Kunden – auch an anderen Tagen anbieten, denn es gibt eine gemütliche Ecke mit Tisch und Stühlen.

>>> Ergänzung zum Unverpackt-Laden in Rüttenscheid

„Von Grünstadt“ im Südviertel versteht sich als „perfekte Ergänzung“ zu „Glücklich unverpackt“ an der Rosastraße in Rüttenscheid, wo vor allem Lebensmittel angeboten werden.

Der Name „von Grünstadt“ ist angelehnt an den Heimatort von Geschäftsführerin Helena Mohr, Grünstadt in der Pfalz.

„von Grünstadt“, Rellinghauser Straße 110, Mo-Fr 10-19 Uhr, Do 10-20 Uhr, Sa 11-16 Uhr.

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